Zeit, mal aus der Versenkung aufzutauchen, um auf ein sehr interessantes Projekt aufmerksam zu machen: Die Erzbistümer Köln und Freiburg und das Bistum Essen nutzen mittlerweile nicht mehr nur Newsletter, um Fasten- und Osterimpulse (das Projekt geht bis Pfingsten) zu versenden, sondern auch Facebook (für den persönlichen Austausch in geschlossenen Gruppen) und Youtube (für zusätzliche Video-Impulse).Richtig web2.0 also. Wer nicht bei Facebook ist, kann sich natürlich einfach über die Webseite anmelden. Allen anderen empfehle ich einen Klick hier:
Freitag, 24. Februar 2012
Nicht nur für die Fastenzeit
um
16:11
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Donnerstag, 6. Mai 2010
Reise zum Turiner Grabtuch
Einen sehr lesenswerten Reisebericht einer wundervollen Pilgerfahrt meines Patenkindes Katharina, derzeit Studentin in Münster, findet man hier.
um
19:55
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Montag, 25. Januar 2010
Nichts als Fügen
Das ist so lustig! Und irgendwie auch so toll. Ich mein, manchmal mecker ich ja gerne, wenn Sachen nicht so laufen, wie ich sie sich vorstell. So zum Beispiel gestern nachmittag, als ich verabredet war und wegen der Unterbrechung der Bahnstrecke Frankfurt (Ost) - Berlin in Lichtenberg (wo der Zug normalerweise gar nicht hält, ja, nicht mal langfährt ...) umsteigen musste in die Berliner S-Bahn, um zu meinem Ziel zu gelangen. Und dafür sollte ich eine halbe Stunde früher fahren. Schon das schmeckte mir nicht. Aber als ich dann in Lichtenberg ankam und auf dem S-Bahnsteig die Durchsage kam, wegen einer Weichenstörung zwischen Lichtenberg und Ostkreuz solle man doch bitte die U5 zum Alex nehmen und dort umsteigen, da war ich schon mehr als genervt. Immerhin hat es die Bahn auf die Weise geschafft, meine Fahrtzeit mal so ganz nebenbei um ca. 50% zu verlängern, und ich kam zu spät an, etwas, was ich gar nicht leiden mag.
Noch etwas anderes passte mir nicht. Wir gingen abends ins Kino, und wider Erwarten ging der Film bis 23:10. (Avatar in 3D - wer tolle Effekte mag, soll da unbedingt reingehen, aber wer eine tiefgründige Geschichte erwartet, wird von den übermäßig vielen flachen Charakteren und der durchsichtigen Story sicher enttäuscht sein.) Naja, normalerweise wär das späte Ende kein Problem, aber da ich nicht sicher sein konnte, ob die Weichenstörung wohl behoben wäre und wie lange ich wohl nach Lichtenberg brauchen und welchen Zug ich dort noch erreichen würde oder auch nicht, entschieden wir kurzerhand, dass ich nicht nach Hause fahren, sondern auf dem Sofa übernachten würde. Die Aussicht, eventuell mitten in der Nacht bei bitterer Kälte (wie kalt es genau war, weiß ich nicht, aber ob -13 oder -20° ist dann auch nicht mehr wirklich maßgebend) eine oder auch eineinhalb Stunden oder doch die ganze Nacht irgendwo am Rande von Berlin auf einem Bahnhof zu sitzen, war nämlich nicht so verlockend. Also fügte ich mich in mein Sofa-Schicksal, auch wenn ich es ganz besonders doof fand, keine Zahnbürste zu haben.
Naja, nun muss man ja das beste draus machen, und so nutzte ich die Gelegenheit, um 8 Uhr morgens die Heilige Messe in der Gemeinde meines Gastgebers mitzufeiern - denn die in Heilig Kreuz FFO konnte ich selbstverständlich knicken. Und nicht nur, dass ich das Fest der Bekehrung Pauli besonders mag, auch nicht nur, dass ich endlich mal wieder sowas wie eine Ars Celebrandi erleben durfte, und erst recht nicht, dass ich seit Ewigkeiten das erste Mal wieder in den Genuss (und ja, ich genieße das wirklich richtig doll!) des ersten Hochgebets kam - nein, es war mir auch noch eine besondere Freude, dass ich dort Maria wiedertraf, eine junge Frau, die ich letztes Jahr im April in der Schweiz beim 90. Geburtstag Silja Walters kennengelernt und danach etwas aus den Augen verloren hatte! Wir konnten dann noch in aller Ruhe gemeinsam frühstücken und Neuigkeiten austauschen und Grundsteine für ein nächstes Treffen legen ... Das war so toll!
Ich bin jetzt gerade so fröhlich, so aufgekratzt und zufrieden mit der Welt und dem Leben und überhaupt. Und das alles wär nicht passiert, wenn diese blöde Deutsche Bahn einfach endlich mal gefahren wäre wie sie sollte ... Wie meine bulgarische Freundin Ilina zu sagen pflegt: "Jedes Schlechte für was Gutes!" Oder wie wir deutschen Katholiken sagen: "Der liebe Gott tut nichts als fügen." Jedenfalls danke ich dafür und lass mal meinen Mund (oder auch die Finger) von dem übersprudeln, von dem mein Herz gerade voll ist. Alles in Gottes Hand legen ... Die Wege des Herrn sind unergründlich ... Yeah!
Samstag, 9. Januar 2010
Frauen und Männer in der Kirche
Da vertritt doch die Braut des Lammes die Meinung, dass Frauen in der Kirche noch andere Aufgaben wahrnehmen können als das Gebet von der Kirchenbank aus und das Putzen. Und das, ohne gleich das Priesteramt für die Frau zu fordern. Unerhört? Nur insofern, als ich mir jetzt einen eigenen Artikel zum Thema sparen kann, weil hier schon alles gesagt wird.
um
15:55
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Montag, 14. Dezember 2009
vor den lauten Gedanken verstecken
Ich hatte geschrieben, dass ich Euch an den Früchten meiner Exerzitien teilhaben lassen will. Und dennoch schicke ich etwas vorweg, was nicht Ergebnis meiner eigenen Betrachtung ist, sondern den Gedanken eines anderen entspricht. Es ist ein Auszug aus dem Buch "Proslogion" des heiligen Bischofs Anselm von Canterbury, der in Alexanderdorf als Lesung in der zweiten Nokturn vom 2. Adventssonntag gelesen wurde. Mir schien es, als gehöre dieser Text einfach unabdingbar an den Anfang von Exerzitien (auch wenn ich schon mittendrin war, als ich ihn hörte). Es schien mir beinahe unmöglich, dass jemand einen solchen Text schreiben konnte, ohne mich zu kennen - es war die perfekte Verbalisierung meines Empfindens.
Auf, du kleiner Mensch, flieh ein wenig deine Geschäftigkeit und verstecke dich eine kleine Weile vor deinen lauten Gedanken! Wirf die Sorgen ab, die auf dir lasten und lass deine Zerstreuungen. Gönne dir Zeit für Gott, komm bei ihm zur Ruhe! Geh in das Kämmerlein deines Herzens; schließ alles aus außer Gott und dem, was dir hilft, ihn zu suchen! Schließ die Tür zu, und suche ihn! Sprich zu Gott: Ich suche dein Angesicht.
Mein Herr und mein Gott, lehre du mein Herz, wo und wie es dich suchen; wo und wie es dich finden kann. Herr, wenn du nicht hier bist, wo so soll ich dich, den Abwesenden, finden! Wenn du aber überall bist, warum sehe ich dich nicht, da du doch anwesend bist? Gewiss, du wohnst in unzugänglichem Licht. Wo ist dies, oder wie soll ich Zugang zu ihm finden? Oder wer wird mich führen und hingeleiten, dass ich dich darin erblicke? Und welche Zeichen helfen mir, dich zu suchen? Was für ein Angesicht hast du?
Herr, du bist mein Gott, und du bist mein Herr; und ich habe dich niemals gesehen. Du hast mich geschaffen und mir alles Gite geschenkt. Doch immer noch kenne ich dich nicht.
Lehre mich, dich zu suchen, und zeige dich dem Suchenden; denn ich vermag dich nicht zu suchen, wenn du mich nicht lehrst. Ich kann dich nicht finden, wenn du dich nicht zeigst. Ich möchte dich suchen in Sehnsucht, nach dir verlangen im Suchen. Ich will dich finden im Lieben und dich lieben im Finden.
um
13:32
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Donnerstag, 10. September 2009
Werbung
Unsere katholische Studentengruppe ist klein, und immer wieder brauchen wir neue Mitstreiter, damit sie bestehen bleibt. Und wie erreicht man die? Mit Werbung! Da das vorhandene Material nicht mehr auf große Zustimmung stieß, habe ich mich mal drangesetzt und einen neuen Entwurf gemacht - mal sehen, ob wir den wohl drucken lassen ...
Gefällt es Euch? (Man könnte jetzt sagen, dass die Bilder die Mitte unseres Glaubens nicht rüberbringen. Das liegt einfach dran, dass irgendwie noch nie einer auf die Idee gekommen ist, während unserer Gottesdienste zu fotografieren. Uns fehlt da das Bildmaterial.)
um
20:53
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Mittwoch, 2. September 2009
Uns geht's hier doch Gold ...
Zum zweiten Mal heute stelle ich fest, wie gut es uns hier eigentlich geht.
"Uns" bedeutet aber in diesem zweiten Fall nicht "uns Katholiken in Frankfurt (Oder), die wir eine Frühmesse haben", sondern "uns Deutschen, Europäern, Bürgern einer westlichen Demokratie". Das stellte ich fest, als ich eben bei Zenit las, dass in Vietnam ein Blogger festgenommen wurde, der die Verfälschung einer Rede von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe des Landes durch die vietnamesische Regierung kritisiert hatte.
Uns hier steht das Grundrecht der Meinungsfreiheit und der Pressefreiheit vom Staat verbrieft zu, auch die Freiheit der Religion genießt einen ganz besonderen Schutz. In Vietnam kann Bui Thanh Hieu davon nur träumen, ein Katechumene, der sich offensichtlich bereits sehr für die Kirche einsetzt.
Ich kann nur alle Blogger bitten, sich vor dem allmächtigen Gott solidarisch zu zeigen mit Bui Thanh Hieu und anderen vietnamesischen Bloggern, die in einer ganz anderen Situation als wir hier von ihrem Glauben Zeugnis ablegen. Beten wir gemeinsam für diese Brüder und Schwestern!
Vater unser ...
Gegrüßet seist Du, Maria ...
um
21:45
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Heilige Messe ./. ökumenischer Gottesdienst
Sponsa Agni fragt, wie es bei uns aussieht, wenn ein ökumenischer Gottesdienst (an zweiten Feiertagen oder generell) in Konkurrenz tritt zur Heiligen Messe. Aus konkretem Anlass hier die Antwort:
Unsere Gemeinde ist sehr ökumenefreundlich. Generell ja nichts schlimmes, eigentlich ja sogar schön, aber manche "Praktiken" sind nicht unbedingt so, wie ich sie mir wünsche. Nun ist es gerade am kommenden Sonntag so, dass die ökumenische Kinder- und Jugendkantorei unserer Stadt (ich glaube) 20 wird. Also ist es so, wie es zB auch am Pfingstmontag ist: Die Frühmesse um 8 Uhr findet statt, das Hochamt um 10 entfällt zugunsten des ökumenischen Gottesdienstes.
Nun frage ich mich manchmal, was die dahinterstehende Erwartung der Verantwortlichen ist, und zwar - weil sich auf evangelischer Seite das Problem gar nicht stellt - unserer katholischen Verantwortlichen. Erwarten sie, dass die katholische Gemeinde in die 8-Uhr-Messe geht und danach in den ökumenischen Gottesdienst um 10? Das halte ich für unrealistisch, weil die Gefahr einer (scherzhaft so genannten) "Gnadenvergiftung" droht: Alles möge in Maßen genossen werden, auch der sonntägliche Gottesdienst. Auch zeigt die Erfahrung, dass die Frühmesse an solchen Tagen geringfügig besser besucht ist als an normalen Sonntagen, aber ein Großteil der Gemeinde an diesen Tagen keine Heilige Messe mitfeiert.
Oder könnte die Erwartung sein, dass die "Superfrommen" bzw. ganz und gar Buchstabentreuen in die Frühmesse gehen und alle anderen in den ökumenischen Gottesdienst, damit da auch viele Katholiken zu sehen sind und wir uns mithin vor "der Ökumene" nicht blamieren? Wahrscheinlich schon eher. Dass das den Großteil der Gemeindemitglieder in die Lage versetzt, eigentlich danach zur Beichte eilen zu müssen (was sie aber ja doch nicht tun), interessiert die Verantwortlichen offensichtlich wenig. Denn diese Praxis wird seit Jahren gepflegt, man könnte sagen, sie hat Tradition.
Aber es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe. Für den Pfingstmontag hatte ich im PGR einmal vorgeschlagen, statt des Modells "ök. GoDi um 10, danach Beisammensein mit Mittagessen" einmal das Modell "am frühen Nachmittag gemeinsame Kaffeetafel und Austausch, zum Abschluss ök. GoDi gegen 17 Uhr" auszuprobieren, da für diese jährliche Veranstaltung sowieso neue Wege gefunden werden sollten - weil auf beiden Seiten der Teilnahmewille über die Jahre stark abgenommen hatte. Mein Vorschlag wurde vom für die Gemeinde Verantwortlichen aufgenommen mit "Ja, das kann ich dann ja mal im ökumenischen Rat einbringen" und dann wahrscheinlich vergessen, jedenfalls wurde dieser - im PGR durchaus mit Wohlwollen aufgenommene - Vorschlag auch auf der gemeinsamen Sitzung von PGR und evangelischem Kirchengemeinderat nicht mehr erwähnt. Auch die dahinterstehende Argumentation, dass solch eine Vorgehensweise auch denjenigen Gemeindemitgliedern gerecht würde, die sowohl die Heilige Messe feiern (und ganz nebenbei damit auch ihrer Katholikenpflicht genügen) wollen, als auch gern am Leben der Ökumene teilnähmen, verlief sich mit im Sande.
Aber mir steht der Sinn auch nicht danach, mich hier als HB-Männchen lächerlich zu machen. Ich mache meine Vorschläge in einem Gremium, das den Verantwortlichen berät, und was er dann mit denen macht, muss er verantworten. Ich gehe normalerweise selbst sowieso zur Messe um 8. Von daher: Uns geht's ja hier noch Gold - wir haben ja unsere Frühmesse.
um
07:57
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Freitag, 26. Juni 2009
Ein Gebet zum Priesterjahr
In der Blogözese ist ja weithin bekannt, dass Papst Benedikt XVI. für die Zeit vom 19. Juni 2009 bis zum 11. Juni 2010 (Herz-Jesu-Hochfest bis Herz-Jesu-Hochfest) ein Priesterjahr ausgerufen hat. Es soll dazu dienen, "das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern". Auch wir Gläubigen sind aufgerufen, für unsere Priester zu beten. Und meiner Meinung nach sollten wir das auch tun. Unsere Priester beten viel für uns, aber auch sie brauchen unser Gebet.
Im Blog des Colwich Novitiate fand ich ein Gebet, das wohl von einem früheren Erzbischof von St. Louis verfasst wurde, mit dem man hervorragend für einen individuell ausgewählten Priester beten kann. Ich denke, es wäre gut, dieses Gebet an jedem Tag für einen uns bekannten Priester zu beten. Ich erlaube mir, es hier in einer selbst vorgenommenen Übersetzung wiederzugeben:
O Jesus, unser großer Hoherpriester, höre mein demütiges Gebet für Deinen Priester N.N. Gib ihm einen tiefen Glauben, eine strahlende und feste Hoffnung und eine brennende Liebe, die im Laufe seines priesterlichen Lebens immer weiter wachsen. In seiner Einsamkeit tröste ihn, in seinen Sorgen stärke ihn, in seinen Enttäuschungen weise ihn darauf hin, dass es das Leid ist, durch das die Seele gereinigt wird, und zeige ihm, dass er gebraucht wird von der Kirche, dass er gebraucht wird von den Seelen, dass er gebraucht wird für das Werk der Erlösung. O liebende Mutter Maria, Mutter der Priester, nimm Dir Deinen Sohn zu Herzen, der Dir durch seine Priesterweihe nahe ist und durch die Kraft, die er empfangen hat, um das Werk Christi fortzuführen in einer Welt, die ihn so sehr braucht. Sei sein Trost, sei seine Freude, sei seine Stärke, und hilf ihm vor allem, das Ideal der Gott geweihten Ehelosigkeit zu leben und zu verteidigen. Amen.
um
09:45
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Mittwoch, 29. April 2009
„Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“
Die Kirche feiert heute das Fest einer ganz besondere Frau: der heiligen Katharina von Siena. Ich habe in den letzten Monaten ein wenig über sie gelesen; sie ist mir wichtig geworden. Warum?
Faszinierend finde ich an ihr mehrere Aspekte. Zum ersten definitiv die Tiefe ihrer Ganzhingabe an Gott. Nichts von ihrem Wesen behält sie für sich zurück; alles wirft sie für Ihn in die Waagschale. Er wird ihr wirklich alles; das erkennt man auch daran, dass Er ihr die Wundmale verlieh - wenn auch (auf ihren eigenen Wunsch hin) nicht äußerlich sichtbar. Sie liebt Ihn, und sie liebt Seine Kirche mit einer tiefen, selbstlosen Liebe, die ich zu erreichen mir kaum erträumen mag.
Zum zweiten ist Katharina eine mutige Frau. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, egal, was das für sie selbst für Auswirkungen hat. Einmal plant man, sie umzubringen - tut es dann aber doch nicht, vor Schrecken über ihre Frömmigkeit, denn man fühlt sich an Christi Worte im Garten Getsemane erinnert, als sie bittet, ihre "Famiglia", ihre Anhänger gehen zu lassen. Wie oft wendet sie sich an Machthaber, weltliche und geistliche, um sie zur Umkehr zu bewegen ... Beeindruckende Zitate von ihr sind erhalten, die man aus dem Mund einer Heiligen nicht unbedingt erwartet: Sie scheute sich nicht, "den Herren der Kirche im Namen Gottes den Tod zu wünschen." (Mit solchen Zitaten also wird man Kirchenlehrerin und Patronin Europas ...) Für mich zwar sicherlich nicht undifferenziert zu übernehmen, aber der innere Gehalt - die Priester nicht allein aufgrund ihres Priesterseins kritiklos gewähren zu lassen in allem, was sich einzelne manchmal erlauben - davon möchte ich lernen. Die Kirche lieben und sie gläubig hören, aber die Augen nicht verschließen, die eigene Verantwortung für ihre Entwicklung nicht vergessen und, wenn nötig, auch mal deutliche Worte finden. Wenn ich das Geschehen um mich herum betrachte, bin ich überzeugt: Solche Gläubige braucht die Kirche auch wieder in der heutigen Zeit.
Ich werde mich sicherlich noch weiter mit der heiligen Katharina beschäftigen.
Sancta Caterina, ora pro nobis!
um
06:43
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Donnerstag, 9. April 2009
diözesaner WJT 2009 in Berlin
2011 lädt der Papst die Jugend der Welt nach Madrid ein. Damit uns die Zeit nicht so lang wird, gibt es in den Jahren bis dahin Weltjugendtage jeweils auf diözesaner Ebene. Und - palim, palim - dieses Jahr gab es auch erstmals einen in Berlin! Vergangenen Samstag (ja, ich weiß, mein Bericht kommt spät) - am Samstag vor Palmsonntag - war es so weit.
Natürlich war ich dabei. Morgens musste ich zwar recht früh los, aber das schreckte mich nicht. Schon in der U-Bahn traf ich zwei WJT-Pilger aus Postdam-Babelsberg, mit denen ich mich auch gleich ein wenig anfreundete. Wir begegneten uns den Tag über immer wieder und sprachen oft miteinander. Das ist das schöne an diesen Tagen: Das gemeinsame Ziel "Weltjugendtag" hebt die übliche Anonymität der Großstadt auf; man fragt sich gegenseitig: "Wo kommst du her?", "Was machst du so?" - und geht ein Stück Weges zusammen.
Die Kirche St. Bonifatius an der Yorckstraße war leicht zu finden und nicht zu übersehen. Davor stand bereits bei unserer Ankunft ein gecharterter BVG-Doppeldeckerbus, in dem die Anmeldung in die ewigen Listen der kirchlichen Jugendarbeit stattfand, und nur mit Anmeldung gab es einen Stempel, der auch zum Essen berechtigte. Das ist natürlich verständlich, denn für jeden Eintrag auf diesen Listen gibt es Zuschüsse, und irgendwer musste das Essen ja auch bezahlen - wir jedenfalls nicht. Auch für einen ersten Workshop meldete ich mich bereits zu dieser Zeit an. Ich wählte das Thema "Berufen zur Heiligkeit".
Aber erstmal kam natürlich die Messe. Als ich die Kirche betrat, wurde ich gleich von einem mir wohlbekannten Domvikar begrüßt und informiert, dass noch jemand für die Lesung gesucht werde. Kein Problem, lesen kann ich ja und tu es auch gern. Nachdem ich mir die Lesung am Ambo durchgelesen und mich mit dem scheidenden Weihbischof - dem Hauptzelebranten - auf die Höheneinstellung für das Mikro verständigt hatte, ging auch schon die Einstimmung los: Das Lobpreiskombinat St. Bartholomäus aus Halle übte mit denen, die schon da waren, die Lieder ein. Das schien mir auch gut, denn ich kannte kein einziges. So konnten wenigstens wir wenigen, die schon eine halbe Stunde vor Beginn der Messe da waren, nachher mitsingen. Aber durch die Lautsprecheranlage, mit der der Gesang der Leadsängerin übertragen wurde, war das gar nicht unbedingt notwendig.
Das Pontifikalamt war insgesamt einfach klasse: Nicht nur die verschiedenen Fahnenabordnungen, die zeigten, was für ein buntes Völkchen Gott Sein eigenes nennt, sondern auch die recht gut gefüllte Kirche und die Ministranten, die das Geheimnis der Wandlung durch eine beeindruckende Weihrauchwolke betonten, trugen dazu bei. Und es zeigte sich, dass man sehr wohl eine "klassische" Messe, die den liturgischen Bestimmungen gerecht wird, feiern kann, ohne dass sie an Modernität und Zeitgemäßheit verliert. Dazu trug natürlich insbesondere die Auswahl der Lieder bei.
Nach der Messe gab es Mittagessen für die ca. 500 Anwesende, und das in reichhaltiger Auswahl. Erbsensuppe, ein Sauerkrauttopf und noch ein drittes Gericht, das ich schon vergessen hatte, konnte man wählen. Dazu nahm man sich noch einen Joghurt oder Pudding zum Nachtisch. Dann setzte man sich, wo man Platz fand (ich saß auf der Bühne) und kam ins Gespräch mit alten Bekannten und neuen Freunden. Dazwischen gab es immer wieder organisatorische Ansagen, die dann gegen 13:30 auch drängten, nun die erste Runde der Workshops aufzusuchen. Das taten wir dann auch, und mein erster Workshop "Berufen zur Heiligkeit" war sehr interessant. Ein irischer Priester, der früher erst als Hippie und dann als Soldat durch die Welt gegangen war, erzählte uns verschiedene Geschichten aus seinem Leben, die uns zeigten, dass Heiligkeit im Prinzip Liebe ist und dass jeder von uns dazu berufen ist. Ein Teil seiner Botschaft an uns war, dass wir das "Fürchte dich nicht" Gottes als Gebot annehmen sollen, nach dem wir unser Leben ausrichten. Das war ein sehr interessanter Gedanke, den ich auch mitgenommen habe. "Es gibt zwei Tage in der Woche, um die wir uns nicht zu sorgen brauchen: den gestrigen und den morgigen." Der gestrige Tag ist vergangen und nicht mehr zu ändern. Und der morgige ist ebenfalls unserem Zugriff entzogen; er liegt in Gottes Hand.
Nach diesem eindeutig zu kurzen Workshop ging es zur Kaffeezeit wieder nach draußen. Auf der Bühne sang nun die JoTa-Band. Ich ging wieder zum BVG-Bus, um mir meinen zweiten Workshop auszusuchen. Da der erste bereits geistlich sehr tief ging und ich das Gefühl hatte, das erstmal verdauen zu müssen, entschied ich mich für etwas Kreatives: Die Lego-Bibel. Das Team von der Jugendkirche Sankt Michael hatte uns Legos mitgebracht, aus denen wir den Einzug Jesu in Jerusalem in vier Bildern darstellten und fotografierten. Daraus machten sie einen Videoclip, der abends in der Jugendkirche gezeigt wurde.
Jetzt war die Katechese dran, die Jugendpfarrer Matthias Goy zum Thema des Weltjugendtages hielt: "Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt." Es war eine gute Katechese, und in der anschließenden Diskussion der Teilnehmer zeigte sich, dass Hoffnung ein sehr aktuelles Thema ist, zu dem es viele Fragen gab. Besonders schön war es, dass auch aus der Reihe der Jugendlichen Antworten auf die Fragen gegeben wurden, die von einem tiefen Glauben zeugten. In meinem Notizbuch stehen viele Sätze, die ich während der Katechese schnell aufgeschrieben habe. Exemplarisch möchte ich den einen nennen, der mich wohl am tiefsten berührt hat: "Keine Situation ist hoffnungslos, wenn wir aus der Beziehung zu Gott leben."
Dann gab es noch Abendessen, Rosenkranz, Beichtgelegenheit, eucharistische Anbetung (gestaltet von der Gemeinschaft Totus Tuus) und danach die Aussendungsandacht zur Prozession. Darin gab es noch einmal ein beeindruckendes Zeugnis einer jungen Frau, die uns an ihrem Weg zu und mit Gott teilhaben ließ. Am Ende der Aussendungsandacht bekamen die Vertreter der Gemeinden, Bistümer, Gemeinschaften und Regionen echte Palmwedel überreicht, mit denen sie bei der Palmsprozession zur Jugendkirche - also eine Stunde kreuz und quer durch Kreuzberg - das riesige, von einem Workshop gestaltete Kreuz begleiten sollten. Es waren "nur" noch etwa 150-200 Menschen da, aber mit unseren Palmen und Fackeln waren wir ein ganz besonderes Bild in den Straßen des sonst nicht so katholisch geprägten Berlins. Zum Abschluss davon noch ein paar Bilder:
Ach ja: Ne Menge Links zu weiteren Berichten und auch Bildern gibt es unter dem Artikel der Gemeinde Herz Jesu in Zehlendorf.
um
07:44
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Sonntag, 8. März 2009
Auf zum Karaoke-Gottesdienst!?
Eben bei den Vermeldungen dachte ich, ich hab mich verhört: Da wurde doch glatt zum Karaoke-Gottesdienst eingeladen. Doch ein Blick auf die Homepage der Jugendkirche unserer Erzbistums bestätigt es: Am 18.3. um 19:30 Uhr ist in SaM "100% Karaoke" angesagt.
Karaoke mag ich eigentlich ganz gern, das kann sehr lustig sein. Meine beste Erinnerung habe ich da an unsere Studienfahrt nach Wien im 13. Jahrgang, als ich mit einigen evangelischen Freunden erst ins Taizé-Gebet und danach in die Karaoke-Bar ging. Dort sang der einzige Junge unter uns recht gekonnt "Love me, love me" ins Mikro, und eine Freundin und ich dann als Background-Chor ein paar Tonlagen höher "say that you love me". Aber lustig war auch, wenn jemand eigentlich gar nicht richtig singen konnte ... Es war ein schöner Abend, und zum Abschluss gingen wir noch ins Café und aßen Sachertorte.
Aber als Gottesdienst? Ich mein, ich verbinde Karaoke immer damit, dass man zum Vorwärmen immer noch ein paar alkoholische Cocktails trinkt, damit man sich danach auch traut ... Und dass einige sich eigentlich mehr lächerlich machen und es nicht einmal merken. Daher mutet diese Idee für mich erst einmal seltsam an. Vor allem mitten in der Fastenzeit. Und auch die anderen Studenten, die eben in der Messe waren, äußerten sich ähnlich. Man solle doch eher mehr die Tradition bewahren, meinte eine. Und eine andere sagte, das EAJ scheine sehr krampfhaft zu versuchen, mehr Jugendliche in die Kirche zu locken ... Am Ende waren sich aber alle einig, dass es besser ist, wenn Jugendliche in einen Karaoke-Gottesdienst gehen, als wenn sie gar nicht in die Kirche gehen. Und schließlich müsste man es sich eigentlich erst einmal ansehen, bevor man ein abschließendes Urteil fällt. Wie bei so vielem. Aber ob ich deshalb hingehe? Ich glaube, ich habe an dem Abend schon was vor ...
um
09:32
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Sonntag, 8. Februar 2009
Authentisch, Katholisch, Weiblich
Zurzeit lese ich gerade ein Buch, das ich mir wahrscheinlich nicht selbst gekauft hätte. Aber da es mir mein Patenkind zu Weihnachten geschenkt hat, kann ich natürlich nicht anders, als es auch zu lesen. Schließlich möchte Katharina auch mit mir darüber diskutieren. Das Buch heißt "The Authentic Catholic Woman" - auf deutsch ist es wohl nicht verfügbar - und wurde von Genevieve S. Kineke geschrieben. Es ist auch mit einem sehr wohlwollenden Vorwort von Christopher West versehen, der darin davon spricht, wie anerkennenswert die Würde der Frau sei. Ich bin noch lange nicht fertig mit dem Lesen, weil ich zwischendurch so viel denke. Nach einem Einstieg in die Thematik der Berufung und der Würde der Frau geht es in einem sehr breit angelegten Teil zunächst darum, die Berufung der Frau in Beziehung zu den Sakramenten zu setzen. Dabei werden zunächst die Initiationssakramente Taufe, Firmung und Eucharistie beleuchtet. Die Taufe als Sakrament der Reinigung und der Gastfreundschaft, die Firmung als Sakrament der Bestärkung und die Eucharistie als Sakrament der Gemeinschaft, der Verbundenheit mit der Kirche. Jetzt bin ich bei dem Teil über die Sakramente der Heilung angekommen, der Versöhnung und der Krankensalbung. Ich lese mit Sicherheit voll Interesse weiter und freue mich auf die anschließende Diskussion mit Katharina - und eventuellen anderen Interessierten.
um
19:19
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Freitag, 6. Februar 2009
Wer kann sich dieser Bitte verschließen?
"Der Heilige Vater bittet um die Begleitung im Gebet von Seiten aller Gläubigen, damit der Herr den Weg der Kiche erleuchte. Es möge der Einsatz der Hirten und aller Gläubigen zur Unterstützung der delikaten und schwierigen Mission des Petrusnachfolgers als eines 'Wächters der Einheit' in der Kirche wachsen."
So kann man es bei kath.net lesen. Das klingt ziemlich dringlich. Und ganz ehrlich, ich bin auch ziemlich froh, dass ich die katholische Kirche nicht leiten muss, denn das wär mir dann doch eine zu große Bürde. Gerade dieser Tage, da manches offenbar nicht so recht rund laufen mag. Nein, das wär für mich zu schwer. Wo ich aber kann, werde ich mittragen, und sei es nur durch ein kleines Stoßgebet ... ein Memento gleich in der Herz-Jesu-Freitags-Anbetung ... ein "Halte zu mir, guter Gott" für Benedikt ...
Bitte, betet auch Ihr mit. Unser Papst braucht uns jetzt.
via Zelatus
um
15:47
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Freitag, 23. Januar 2009
Die Firmbewerber und die liebe Beichte
Ich hab mal eine Frage an meine Leser zum Thema Firmbewerber und Beichte:
Wie würdet Ihr heute anraten, vor der Firmung mit dem Thema der Beichte umzugehen?
Einerseits ist es klar: Eigentlich sollen die Firmbewerber vor der Firmung beichten. Das ist der ausdrückliche Wunsch der Kirche, und zwar nicht ohne Grund. Die Wirkung des Sakraments kann sich nur dann richtig entfalten, wenn der Empfänger zum Zeitpunkt des Empfangs im Stand der Gnade ist. Soweit klar.
Auf der anderen Seite steht aber unsere pastorale Realität. Die meisten Firmbewerber waren heutzutage seit ihrer Erstkommunion nicht mehr in der Kirche. Wenige schaffen es mal während der Zeit des Firmkurses, sich eigenständig in die Sonntagsmesse zu bewegen. An die Beichte vor der Erstkommunion haben die allermeisten schlechte Erinnerungen, außerdem ist die schon ewig lange her. Wenn man Glück und eine gute Firmvorbereitung hat, ist ein Teil von ihnen zum Firmtermin dann soweit, sich irgendwie für diesen "Gott" da draußen ein bisschen zu interessieren, aber zumeist ist das ein junges Pflänzchen, das man hegen und pflegen muss, um es nicht sofort wieder zu zerstören. Wenn man Jugendliche, die sich ja dazu noch in einer schwierigen Phase ihres Lebens befinden, denn das Erwachsenwerden ist nunmal eine Herausforderung, wie sie noch keine zu meistern hatten, nun gegen ihren Willen zur Beichte zwingt, gehen sie garantiert so schnell nicht wieder. Und es ist wahrscheinlich, dass man auch das zarte Pflänzchen Glauben dadurch gleich wieder zertrampelt.
Was folgern wir nun daraus? Wir bringen unsere Jugendlichen vorsichtig mit dem Thema "Schuld, Versagen, Gewissen" in Berührung. Dann bieten wir ihnen die Beichte an, als Möglichkeit. Die meisten nehmen diese Möglichkeit nicht an. Irgendwie sagt mir dieser Umgang damit nicht zu, denn wie gesagt: Die Kirche wünscht, dass die Firmbewerber vor dem Empfang des Firmsakraments beichten, um in den Stand der Gnade zu gelangen und dem Sakrament die Möglichkeit der vollen Entfaltung zu geben. Ich bin nicht glücklich mit unserer Lösung. Aber wer kennt eine bessere?
um
08:30
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Samstag, 3. Januar 2009
20 * C+M+B * 09
So prangt es jetzt in Kinderschrift an meiner Tür. Eine ganze Horde (ich kann nicht so weit zählen, wenn die sich tändig bewegen - es mögen 18 oder auch 20 gewesen sein) Könige samt Gefolge und Stern stürmte vorgestern mein Wohnheimzimmer und füllte es gut. Sie sangen "Kinder suchen Frieden", das Lied zum diesjährigen Leitwort der Aktion Dreikönigssingen, und sie beteten sehr engagiert. Schön, dass sie mir Gottes Segen nach Hause brachten; wichtig auch, dass sie gleichzeitig Spenden für die armen Kinder dieser Welt sammeln. Ich erinnere mich noch sehr gern an meine eigene Sternsingerzeit, daaaaamaaaals ... (Zum Beispiel an das Jahr 1995, aus dem ich sogar ein Bild habe.)
Kalte Füße hatten wir immer, und manchmal landete jemand von uns bei Eisglätte auf dem Po, aber das tat unserer Freude keinen Abbruch. Wir hatten Spaß am Singen, am Segnen und daran, den Leuten eine Freude zu machen. Und wenn wir gut gesammelt hatten, waren wir schon etwas stolz. Schließlich lautete unser Spruch:"Die Gaben sind für Kinder in Not, damit sie haben ihr täglich Brot." Dass wir selbst die Welt verbessern konnten, obwohl wir doch nur Kinder waren, da waren wir sehr froh drüber. Diese Erfahrung wünsche ich nun auch den heutigen kleinen "Königen".
um
13:09
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una sancta
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Donnerstag, 11. Dezember 2008
Soterologie
"Es ist nicht die Kirche, die die Menschen rettet. Das ist immer noch ein anderer. Immer, wenn die Kirche versucht hat, Menschen zu retten, ist es schief gegangen."
(Ausspruch eines von mir sehr geschätzten Priesters in einem Telefonat vor etwa einer Woche. Ich find den so treffend, dass ich ihn hier jetzt aufschreiben muss.)
um
20:24
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Dienstag, 23. September 2008
"Soll ich mich firmen lassen, wenn ich nicht glaube?"
In einem Internetforum (keinem religiösen) stellte im Community-Bereich eine 14-jährige die Frage, ob sie sich firmen lassen soll, wenn sie sich mit der katholischen Religion nicht identifizieren kann. Sie besucht den Firmunterricht, und eigentlich hat er ihr auch immer Spaß gemacht, aber er überzeugt sie nicht richtig. Sie könnte - wie jede 14-jährige - Geld und Geschenke gut gebrauchen, und ihre (praktizierende) Oma und die (nicht praktizierende) Mutter wären wohl enttäuscht oder entsetzt, wenn sie sich nicht firmen ließe. Und eine Freundin hat sich firmen lassen, damit sie später einmal Patentante werden kann. Klar, auch das spielt in die Entscheidung mit hinein.
Hier meine Antwort:
Ich habe selbst gerade angefangen, Firmunterricht zu geben. Wir legen bei uns sehr viel Wert drauf, dass gegen Ende des Firmkurses (also ca. 2 Monate vor der Firmung, in unserem Fall zu Ostern) jeder Firmkandidat seine eigentliche Entscheidung fällt. Wir haben aber schon jetzt angeboten, dass die Priester oder die Gemeindereferentin auch ein Gespräch mit der Familie führen würden, wenn diese eine negative Entscheidung nicht akzeptiert. Vor der eigentlichen Firmung muss der Firmkandidat ja seinen Glauben bekennen. Auch wir Firmbegleiter und die Kirche als Ganze hat ein Interesse daran, dass keiner dabei aus einer Zwangslage heraus lügt. Dann ist die Spendung des Sakramentes auch gar nicht gültig.
Wenn es zurzeit für Dich nicht richtig ist, dann lass es ruhig! Natürlich fehlt Dir dann das Geld und die Geschenke, die man im Alter von 14 sicher auch gut gebrauchen kann - aber ganz ehrlich: Dafür hast Du dann eine erwachsene Entscheidung gefällt, hast niemandem etwas vorgegaukelt, was nicht ist, und bist mit Dir selbst im Reinen. Wenn Du später einmal den Wunsch haben solltest, die Firmung nachzuholen, dann wird auch das unproblematisch möglich sein.
Was das Patenamt angeht: Es stimmt, dass Du ohne Firmung nicht als Taufpatin (und entsprechend auch nicht als Firmpatin) zugelassen werden kannst. Das steht hier im Codex des kanonischen Rechts, dem obersten "Gesetzbuch" der Kirche. Der Hintergrund ist derjenige, dass der Pate die Aufgabe hat, den Täufling auf seinem Weg im Glauben zu begleiten - und wie kann er das tun, wenn er selbst nicht vollständig im Glauben steht? Außerdem ist die Aufgabe des Paten gegenüber der Kirche die eines Bürgen: Er bürgt für den Täufling (ist vor allem für Erwachsene Täuflinge interessant), dass er würdig ist und so sehr im Glauben steht, dass er die Sakramente empfangen kann. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist es verständlich, dass nicht Gefirmte dafür nicht zugelassen werden.
Was man aber natürlich machen kann, ist einem Kind einen Verwandten ganz besonders zur Seite zu stellen, auch wenn er bei der Taufe nicht das Patenamt übernommen hat. Das wäre dann eine einfache Absprache zwischen den Eltern und Dir. Du kannst auch neben einem formellrechtlichen Paten als Taufzeugin mit aufgeführt werden, wenn Du nicht gefirmt bist.
Das alles soll Dir zeigen: Deine Entscheidung ist wichtig und sie hat Konsequenzen. Aber es gibt sehr gute Argumente dafür, dass Du Dich nicht gegen Deine Überzeugung firmen lässt.
um
10:45
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una sancta
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Montag, 18. August 2008
doch noch ein Kommentar zum WJT Down Under
Ich hab eben - und aus welchem Grunde auch immer wirklich erst eben - den WJT-Bericht des Zehlendorfer Kaplans entdeckt. Da kam ich dann doch noch ein bisschen ins WJT-Fieber (von dem anderen Fieber hab ich eh genug zurzeit), vor allem durch das im Hintergrund auf Dauerschleife laufende WJT-Lied "Receive the Power". Auch aus dem Bericht klang diese unvergleichliche Stimmung heraus, die ich aus Köln kenne und in Madrid wieder erleben will. So richtig wehmütig konnte ich aber gar nicht werden, dass ich nicht dort war. Eher bin ich jetzt dankbar, dass es ziemlich von Anfang an klar war; damals dachte ich, dass ich zu dieser Zeit gerade im Examen stecken würde; das hat sich ja jetzt noch verschoben. Aber wenn ich die ganze Zeit gespart und mich vorgefreut hätte und dann aufgrund der Krankheit nicht hätte mitfahren können - was wäre ich dann traurig gewesen! Und das, obwohl ich im Moment das Gefühl habe, dass eben das meine aktuelle Aufgabe ist: Krank zu sein, mit dieser Krankheit zurechtzukommen und an ihr zu wachsen. Da wäre für mehr WJT, als ich über die TV-Übertragung der Abschlussmesse und übers Internet auch so mitbekommen habe, gar kein Raum mehr gewesen. Und Madrid wird ja kommen, und ich habe begründete Hoffnung, dann wieder dabei sein zu können.
um
15:18
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una sancta
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Donnerstag, 29. Mai 2008
WYD: The time of your eternal life
In Australien machen sie jetzt schon Fernsehwerbung für den Weltjugendtag.
Ich freu mich - nach der Erfahrung von Köln 2005 - riesig für jeden, der die Zeit und das Geld aufbringen kann, dorthin zu reisen. Mir fehlt leider beides, aber ich werd wohl ziemlich viel vor dem Fernseher und im Internet hängen im Juli ... Und ich werd sicher noch einige Male die Möglichkeit haben, zum WJT zu fahren, bevor ich die Altersgrenze erreiche.
um
11:36
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