Einen sehr lesenswerten Reisebericht einer wundervollen Pilgerfahrt meines Patenkindes Katharina, derzeit Studentin in Münster, findet man hier.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Reise zum Turiner Grabtuch
um
19:55
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Dienstag, 10. November 2009
Klein-Amica in der DDR
Und als Nachtrag zu gestern:
Vor 20 Jahren war ich ein fünfjähriges Mädchen von der schleswig-holsteinishen Ostsee und noch zu klein, um zu begreifen, was daran so wichtig war, dass im fernen Berlin eine Mauer umgefallen war. Dennoch versuchte meine Mutter, mir die DDR, die Mauer, das geteilte Berlin und alles weitere zu erklären. Der Erfolg zeigte sich im folgenden Sommer, also in der Zeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung, als wir im Sommer nach Bad Schmiedeberg oder Leipzig oder Halle fuhren, jedenfalls zu Verwandten in die DDR. Mein Vater hatte sich entschlossen, keinen offiziellen Grenzübergang zu nutzen, sondern über die sog. "grüne Grenze" zu fahren, die damals wohl schon in weiten Teilen offen gewesen sein muss. Er sagte das auch irgendwann während der Fahrt, und ich, fast sechs, fragte: "Schießen die dann auf uns?" Mein Vater antwortete etwas ironisch-sarkastisch: "Na, ich hoffe nicht." Die Ironie hab ich aber damals nicht erkannt, und so hatte ich die ganze Zeit Angst und saß still und verstockt zwischen meinen Geschwistern auf der Rückbank. Erst etwa 15 Jahre später hat sich das Missverständnis aufgeklärt.
Mit einer Tante (oder Großtante oder Quertante oder was auch immer, die Verhältnisse in unserer Verwandtschaft sind etwas komplex) war ich dann mal in einem Spielzeugladen "drüben" - und schwer enttäuscht, es gab nämlich fast gar keine Auswahl und nur irgendwelchen Kleinkram. Nix brauchbares. Aber die Ost-Münzen hab ich gesammelt, besonders die 20-Pfennig-Stücken, sowas hatten wir nämlich nicht. Und die Leute im Osten waren alle wild auf mein Westgeld ...
um
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Montag, 9. November 2009
9. November 1989
Vor 20 Jahren war ich ein fünfjähriges Mädchen von der schleswig-holsteinishen Ostsee und noch zu klein, um zu begreifen, was daran so wichtig war, dass im fernen Berlin eine Mauer umgefallen war. Heute studiere ich in Frankfurt (Oder), im "anderen" Teil Deutschlands, und ich habe verstanden, dass es vor 20 Jahren einer ganzen Reihe an Wundern bedurfte, damit dies heute möglich ist. Ich habe hier Freunde und Brüder und Schwestern in Christus, die von rechts und links des eisernen Vorhangs kommen, und müsste ich mich für eine der Gruppen entscheiden, ich könnte es nicht. Ich bin dankbar, heute in einem geeinten Deutschland leben zu können und auch, dass es uns möglich ist, auf sehr hohem Niveau zu jammern.
Mittwoch, 2. September 2009
Uns geht's hier doch Gold ...
Zum zweiten Mal heute stelle ich fest, wie gut es uns hier eigentlich geht.
"Uns" bedeutet aber in diesem zweiten Fall nicht "uns Katholiken in Frankfurt (Oder), die wir eine Frühmesse haben", sondern "uns Deutschen, Europäern, Bürgern einer westlichen Demokratie". Das stellte ich fest, als ich eben bei Zenit las, dass in Vietnam ein Blogger festgenommen wurde, der die Verfälschung einer Rede von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe des Landes durch die vietnamesische Regierung kritisiert hatte.
Uns hier steht das Grundrecht der Meinungsfreiheit und der Pressefreiheit vom Staat verbrieft zu, auch die Freiheit der Religion genießt einen ganz besonderen Schutz. In Vietnam kann Bui Thanh Hieu davon nur träumen, ein Katechumene, der sich offensichtlich bereits sehr für die Kirche einsetzt.
Ich kann nur alle Blogger bitten, sich vor dem allmächtigen Gott solidarisch zu zeigen mit Bui Thanh Hieu und anderen vietnamesischen Bloggern, die in einer ganz anderen Situation als wir hier von ihrem Glauben Zeugnis ablegen. Beten wir gemeinsam für diese Brüder und Schwestern!
Vater unser ...
Gegrüßet seist Du, Maria ...
um
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Donnerstag, 27. August 2009
Mon voyage à Paris
Eigentlich bin ich ja eine Frau des Wortes. Aber an dieser Reise drohe ich zu scheitern. Also zeige ich Euch ein paar Bilder. Ich hoffe, Ihr findet daran Gefallen.
Ja, es war eine gute Zeit. Vieles von dem, was ich erlebt habe, kann ich Euch gar nicht sagen. Und jetzt ist es leider vorbei ... Aber was unterm Strich noch übrig bleibt, ist die Erinnerung an eine wunderbare Zeit.
um
18:48
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Montag, 17. August 2009
Paris II
Lieben Dank für die Tipps. Ob ich sie alle wahrnehmen kann? Ich weiß es nicht. Es ist in meinem Fall ja nicht nur eine touristische Reise nach Paris, ja, es ist noch nicht einmal in erster Linie eine touristische Reise. Ich fliege dorthin, um etwas zu prüfen, um etwas herauszufinden ... Aber es wird mir sicher genug Zeit bleiben, auch die Stadt ein Stück weit zu genießen. Das ist doch mal was. Also, gehabt Euch wohl und schickt vielleicht mal ein Stoßgebet in meinem Anliegen gen Himmel, wenn Ihr dies lest ... Heute mittag geht es los ...
um
06:40
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Samstag, 15. August 2009
Paris
Wenn noch jemand Do's und Don'ts für einen sommerlichen Aufenthalt in Paris hat, dann tut Euch keinen Zwang an. (Ich habe neun Tage dort zu verleben.) Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde ... Ich freu mich auf Eure Kommentare und Tipps.
um
11:58
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Mittwoch, 29. Juli 2009
dreißig Tage
Zunächst wurde sie belächelt, danach un- oder kleingläubig bestaunt und zum Teil auch kritisiert: Die Initiative "Vierzig Tage", mit der im Erzbistum Berlin im letzten Jahr vierzig Tage lang ununterbrochen um geistliche Berufe gebetet wurde. Jetzt findet sie Nachahmer, wie ich bei florianus ministrans erfuhr: In diesem Jahr wird vom 3. Oktober bis 1. November in den Diözesen Freiburg, Fulda, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart und Speyer dreißig Tage um Berufungen gebetet. Manche Formulierungen erinnern verdächtig an die von der Vierzig-Tage-Aktion aus Berlin, aber was gut ist, muss ja nicht immer neu erfunden werden. Und es kann vielleicht auch für diejenigen, die außerhalb der genannten Diözesen leben, wieder eine Anregung sein, dieses Anliegen erneut mit in ihr Gebet aufzunehmen. Ich jedenfalls freue mich über diese Aktion. Betet ohne Unterlass!
um
09:07
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Samstag, 23. Mai 2009
Komm, Heiliger Geist!
Wieder einmal ist die Pfingstnovene gekommen, und wieder einmal wollen wir wallfahren ... Heute geht es von der 12-Apostel-Kirche in Schlachtensee zum St.-Paulus-Kloster in Moabit. Und wir werden durch die Großstadt gehen und Gott dabei um die Erhörung unserer Bitten bitten. Schließlich heißt es im heutigen Evangelium: "Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist." (Joh 16,23-24)
um
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Sonntag, 26. April 2009
Silja Walters 90. Geburtstag
Donnerstag bin ich in die Schweiz geflogen. Anlass war Silja Walters neunzigster Geburtstag. Wie komme ich nun dazu, zu Silja Walters Geburtstag eingeladen zu werden? Nein, ich bin nicht mit ihr bekannt oder so ... Und ich habe auch nichts besonderes geleistet. Einzig und allein an einem Schreibwettbewerb habe ich teilgenommen (und nein, ich habe ihn auch nicht gewonnen), dessen Teilnehmer alle eingeladen worden sind, nach Zürich zu kommen und an einem Zusammentreffen mit Benediktinern und am Geburtstags-Festakt teilzunehmen. In dem Vorprogramm, an dem ich leider nicht teilnehmen konnte, gab es einen Erfahrungsaustausch über das Schreiben und Gespräch mit verschiedenen Benediktinerinnen und Benediktinern.
Egal, um 18:30 Uhr war ich vor Ort und betrat die Klosterkirche nur eine halbe Stunde nach Beginn des Festakts. Der war auch sehr nett, aber ich war ziemlich müde. Hinterher war noch Stehempfang ohne Silja Walter (der Empfang war zweigeteilt in die Teilnehmer des Wettbewerbs und alle anderen, und Silja Walter war bei den anderen), und ich fragte, ob ich ihr denn wenigstens mein Geschenk noch irgendwann überreichen könne. Naja, heute sei das nicht möglich, aber da ich ja über Nacht bliebe, könne man am nächsten Tag mal schauen, vielleicht ... Sehr ermutigend war das nicht, und ich wollte dann auch bald ins Bett. Aber vorher ging ich in die Kirche, als es zur Komplet läutete. Die Komplet fiel spontan aus, die Schwestern beteten wegen des ganzen Trubels des Tages privat. Also blieb ich nur noch kurz zum stillen Gebet zurück. Als ich dann über den Hof zurück zur Klosterschule ging, wo wir untergebracht waren, lief mir wer über den Weg? Sr. Hedwig alias Silja Walter ... Ich traute mich erst nicht so recht, zu ihr zu gehen, aber sie sprach mich dann doch noch an und dann redeten wir kurz ... Die Frau hat eine unglaubliche Ausstrahlung, sie ist sehr klein und zart und wirkt etwas zerbrechlich, aber wenn man mit ihr spricht, dann ist sie unglaublich groß in allem, was sie sagt und wie sie es sagt. Naja, lang konnten wir nicht sprechen, aber ich bat sie zum Abschluss noch um ein gemeinsames Foto, wollte schnell laufen, meine Kamera holen ... sie vertröstete mich auf den nächsten Tag.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, denn ich hatte mit Sr. Martina verabredet, dass sie mich um 5:10 Uhr zur Vigil abholt. Etwas überrascht war ich dann, als noch ein anderes Mädchen auf dem Flur stand; das ist ungewöhnlich. Wir zwei setzten uns dann in die Kirche, und während die Schwestern auf der Empore beteten (da in der Nacht noch eine Schwester verstorben war, wurde das Totenoffizium gebetet und es war nicht möglich, uns noch schnell genug die Bücher aufzuschlagen - so hörten wir nur zu), merkte ich, dass auch "die andere" nicht zum ersten Mal im Kloster war. Nach der Vigil bekamen wir in der Küche einen Kaffee von der Küchenschwester und auch Brot und Marmelade (die ich allerdings um diese Zeit noch nicht runterbrachte, Maria - die andere - jedoch schon). Bis kurz vor sieben redete ich noch mit Maria.
In die Laudes kamen auch noch zwei andere Mädchen vom Schreibwettbewerb, und da hatten wir dann auch schon ein Buch zum Mitbeten. (Ab dem Responsorium stimmte es dann aber wieder nicht, vermutlich wegen der Osterzeit ...) Und dann gab es Frühstück. Zum Frühstück aßen wir zusammen mit Priorin Irene, einem Pater aus einem anderen Kloster ... und dann kam ein wenig später noch ... der Abtprimas. Dass er die Messe um 10:30 halten sollte, wusste ich ja schon, aber mit ihm gemeinsam zu frühstücken, war dann doch etwas anderes. Und da zahlte es sich aus, dass ich schon den ganzen Morgen meine Kamera bei mir trug und damit meine Hosentasche ausbeulte, um die zweite Gelegenheit für ein Bild mit Silja Walter nicht zu verpassen. Ich bat um ein Foto - "sonst glaubt mir keiner, dass ich den Abtprimas getroffen habe". Und ich bekam es. Ich sprach mit ihm noch kurz über benediktinische Säkularinstitute, aber dann machten wir nur noch ein Gruppenfoto, und er zog sich wieder zurück ... 
Nach dem Frühstück sagte Priorin Irene, Sr. Hedwig habe ihr gesagt, dass ich ein Foto mit ihr machen wolle, ich solle mich jetzt gleich zu ihr bringen lassen. Ich und eine weitere Teilnehmerin des Wettbewerbs, die diese einmalige Gelegenheit ergriff, holten noch schnell unsere Präsente (und sie auch ihre Kamera), und auf ging es.
Sr. Hedwig war wieder unglaublich lieb, sehr lebendig und total präsent. Sie gab mir sogar noch zusätzlich zum Foto ein Autogramm für eine Freundin. Total lieb. Und ein unglaubliches Glück, denn Silja Walter ist sonst niemand, den man leicht zu fassen bekommt. Sie lebt tatsächlich ein zurückgezogenes Klosterleben. Nunja, das waren glückliche Momente. Und auch hinterher, als ich mit Maria und zwei anderen noch den Klosterladen plünderte und ein bisschen fotografieren ging, das war toll. Die Messe mit dem Abtprimas war sowieso prima, und seine Predigt mehr als hörenswert.
Nach der Messe, zu der auch eine ganz liebe Schweizer Katholonin gekommen war, packte ich meine Sachen zuende und fuhr mit ebenjener in die Stadt hinein, wo wir noch etwas bummelten und quatschten und zu Mittag aßen. Und dann war es auch bald schon wieder Zeit für den Heimflug ... Aufgrund einer Bombenentschärfung am Hackeschen Markt in Berlin, wo mein Zug zurück nach Frankfurt langgefahren wäre, bin ich zwar dann über zweieinhalb Stunden später nach Hause gekommen als geplant, aber das kann die guten Erlebnisse nicht überschatten.
Insgesamt bin ich sehr froh, dort gewesen zu sein und allen dankbar, die mir dies ermöglicht haben.
um
14:08
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Mittwoch, 21. Januar 2009
Exaggeration
Übertreibung - das ist das erste, was mir zu dem aktuellen Hype um den neuen US-Präsidenten Barack Hussein Obama einfällt. Die Vorstellung, dieser Mann könne von jetzt auf nun die Vereinigten Staaten und die ganze Welt in den Garten Eden verwandeln, ist schlichtweg neben der Spur. Wenn ich mir im Fernsehen und Radio anhöre, was viele Menschen durch den amerikanischen Machtwechsel auch in Deutschland in kürzester Zeit für großartige Veränderungen für ihr eigenes Leben erwarten, kann ich nur den Kopf schütteln. Hier wird ein Mensch zum Gott gemacht. Zwar ist auch mir Barack Obama erst einmal sehr viel sympathischer als Bush, und ich habe auch eine gewisse Hoffnung, dass er manche fehlgeleiteten Entwicklungen wieder auf die rechte Bahn lenkt. Aber er übernimmt das Präsidentenamt in einer Zeit, in der es mit Finanzkrise, Haushaltsloch und zwei Kriegen wahrlich genug zu tun gibt und sicher nicht morgen oder in einem Jahr alles wunderbar sein wird.
Das einzig Gute, dass ich an dieser übermäßigen Begeisterung der Massen sehen kann, ist der Aufbruch, den viele Menschen jetzt spüren und in ihrem Herzen mitvollziehen. Vielleicht geht jetzt ein Ruck - nein, nicht durch Deutschland - durch die USA, wenn Millionen Menschen gleichzeitig neuen Mut und neue Hoffnung schöpfen und sich auch mächtig ins Zeug legen. Ich hoffe nur, dass ihre Erwartungen nicht zu sehr enttäuscht werden, damit nicht danach das Pendel genauso stark in die andere Richtung ausschlägt.
um
14:07
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Sonntag, 14. Dezember 2008
Dresden und der Striezelmarkt
Letztes Wochenende waren wir ja nun in Dresden, und es wird Zeit für einen kleinen Bericht. Hingefahren sind wir mit dem Zug, vier deutsche und fünf polnische Studenten sowie der evangelische Studentenpfarrer von Frankfurt. Abgeholt wurden wir in Dresden am Bahnhof vom dortigen evangelischen Studentenpfarrer, der uns zu unserem Quartier - der ESG Dresden - führte. Das ist ein wunderschönes Haus, eine alte jüdische Villa. Am Eingang erinnert noch eine Gedenktafel an die Familie, die dort einmal gewohnt hat (das Bild kann man vergrößern, indem man draufklickt).
Da wir in der ESG auch die Küche benutzen konnten, gingen wir zunächst einmal einkaufen - gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss. Für zehn Leute für ein ganzes Wochenende einzukaufen ist nicht so einfach, wenn man nur eine Viertelstunde hat - und so überzogen wir leider diese Zeit gewaltig, was das Personal im Laden nicht erfreute. Dafür ließen wir aber auch eine Menge Geld dort. Wir luden noch den Dresdner Studentenpfarrer zum Abendessen ein und unterhielten uns lange mit ihm. Die Unterschiede zwischen einer großen und einer kleinen Studentengemeinde wurden uns sehr bewusst: Alles hat Vor- und Nachteile. Es gab Pfann-/Eierkuchen, es gab sogar für mich welche extra, mit verträglichen Zutaten. Nach dem Spülen und einer Abendandacht in der Hauskapelle ging es in die Betten auf die Isomatten.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück machten wir uns auf in die Altstadt. Das Wetter war mies und die Stadt natürlich überfüllt, aber dennoch genossen wir unsere Führung, die uns mitnahm in die Welt Augusts des Starken. Die Erklärungen der verschiedenen Kirchen und anderer Gebäude, die Träume von Königen und Prinzessinnen, eine Anekdote zur "Dimitrov-Brücke" (wie die Brücke auf dem Bild nur zu DDR-Zeiten hieß) und ein kleiner gut erkennbar bemützer und beschalter Bayern-Fan, der am Eingang des Zwingers auf seiner Blockflöte trotz bestimmt ganz kalter Hände tapfer Adventslieder spielte und dafür recht gute Einnahmen machte, sorgten bei allen für gute Laune. Zum Abschluss der Führung ging es dann noch ins Dresdner Stadtmuseum, wo wir noch einmal auf einem begehbaren Stadtplan ein paar Erläuterungen bekamen und uns danach in Ruhe umsahen. Nachmittags hatten wir dann frei, und ich ging mit zwei anderen erstmal ne Wurscht essen auf dem Striezelmarkt. Dann setzten wir uns nach dem langen Rumlaufen noch in ein Café und tranken dort was warmes adventliches. Zur Vesper trafen wir uns an der Kreuzkirche, um den Kreuzchor zu hören, aber der war leider in Japan, und so mussten wir uns mit einem Blasorchester zufrieden geben, das aber auch sehr schöne Adventslieder gespielt hat. Dann ging es erstmal wieder in die Unterkunft, und nach dem Abendessen (Kartoffeln mit Quark für die anderen, mit Joghurt für mich) machten sich die meisten wieder auf den Weg, um in der Neustadt eine Kneipe aufzusuchen. Dafür war ich aber nun einfach viel zu müde (immerhin war ich die Woche über mal wieder krank gewesen), und so blieb ich mit einer anderen in der Unterkunft und ging früh schlafen.
So konnte ich dann aber auch am Sonntag früh wieder aufstehen und war dann, als die anderen auch langsam aufwachten, schon bereit, mich auf den Weg in die Hofkirche zur Heiligen Messe zu machen. Danach traf ich die Gruppe wieder, und wir hatten einen Sondereinlass in die Frauenkirche, wo wir eine Viertelstunde vor dem "gemeinen Volk" unsere Plätze für den anschließenden Gottesdienst (mit zwei Kindstaufen!) aussuchen und uns noch ein wenig umsehen konnten. Der Frauenkirchenpfarrer hat gut gepredigt, und nach dem Gottesdienst durften wir noch mit ihm sprechen: über Versöhnungsarbeit und Jugendevents, über christliche Liebe und Ökumene. Dann ging es weiter, wir holten uns auf dem Striezelmarkt noch etwas zu essen und retteten uns vor dem einsetzenden Hagel- und Regenschauer unter ein Gewölbevordach. Dann machten wir uns auf den Weg zu unserem abschließenden Programmpunkt, dem Besuch der Synagoge. Nach einer sehr spannenden Führung und Erklärung, die auf religiöse und historische Fragen einging, uns Sitten und Gebräuche erzählte und fassbar machte, soweit es möglich war auch im wörtlichen Sinne, setzten wir uns noch dort im Gemeindezentrum zum Kaffee zusammen und ließen uns dazu mit koscherem Backwerk beköstigen. Wenn mal einer in Dresden sein sollte: Die gemischte Gebäckplatte ist ihr Geld mehr als wert!
Danach mussten wir uns leider schon wieder auf den Heimweg machen, aber es tat auch gut, aus der überfüllten Stadt wieder herauszukommen. So schön sie auch ist. Im Zug leerten wir noch gemeinschaftlich eine Flasche Wein und erledigten ebenso gemeinschaftlich die Hausaufgaben diverser Mitfahrer für diverse Sprachkurse. Wofür ist man schließlich eine internationale Gruppe? Abends kamen wir wohlbehalten wieder in Frankfurt an ...
Und das Nachtreffen war auch schön.
um
10:18
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Dienstag, 4. November 2008
Gerhard in Canada
Gerhard, ein katholischer Pfarrer aus Schönbach in Österreich, befindet sich zurzeit in Kanada zu einem Sabbatjahr. Hier berichtet er uns von seinen Erlebnissen.
um
22:55
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Montag, 18. August 2008
doch noch ein Kommentar zum WJT Down Under
Ich hab eben - und aus welchem Grunde auch immer wirklich erst eben - den WJT-Bericht des Zehlendorfer Kaplans entdeckt. Da kam ich dann doch noch ein bisschen ins WJT-Fieber (von dem anderen Fieber hab ich eh genug zurzeit), vor allem durch das im Hintergrund auf Dauerschleife laufende WJT-Lied "Receive the Power". Auch aus dem Bericht klang diese unvergleichliche Stimmung heraus, die ich aus Köln kenne und in Madrid wieder erleben will. So richtig wehmütig konnte ich aber gar nicht werden, dass ich nicht dort war. Eher bin ich jetzt dankbar, dass es ziemlich von Anfang an klar war; damals dachte ich, dass ich zu dieser Zeit gerade im Examen stecken würde; das hat sich ja jetzt noch verschoben. Aber wenn ich die ganze Zeit gespart und mich vorgefreut hätte und dann aufgrund der Krankheit nicht hätte mitfahren können - was wäre ich dann traurig gewesen! Und das, obwohl ich im Moment das Gefühl habe, dass eben das meine aktuelle Aufgabe ist: Krank zu sein, mit dieser Krankheit zurechtzukommen und an ihr zu wachsen. Da wäre für mehr WJT, als ich über die TV-Übertragung der Abschlussmesse und übers Internet auch so mitbekommen habe, gar kein Raum mehr gewesen. Und Madrid wird ja kommen, und ich habe begründete Hoffnung, dann wieder dabei sein zu können.
um
15:18
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una sancta
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Donnerstag, 29. Mai 2008
WYD: The time of your eternal life
In Australien machen sie jetzt schon Fernsehwerbung für den Weltjugendtag.
Ich freu mich - nach der Erfahrung von Köln 2005 - riesig für jeden, der die Zeit und das Geld aufbringen kann, dorthin zu reisen. Mir fehlt leider beides, aber ich werd wohl ziemlich viel vor dem Fernseher und im Internet hängen im Juli ... Und ich werd sicher noch einige Male die Möglichkeit haben, zum WJT zu fahren, bevor ich die Altersgrenze erreiche.
um
11:36
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Dienstag, 6. Mai 2008
Komm, Du Geist, und schaff uns neu: Wir ersehnen Dich!
Es ist kein Zufall, dass ich gerade runde Füße hab und Sonnenbrand im ganzen Gesicht. Die Pfingstnovene (also die neun Tage vor Pfingsten, beginnend mit dem Freitag nach Christi Himmelfahrt) ist für mich eine besonders wichtige Zeit des Bittens um den Heiligen Geist geworden. Deshalb ist für mich auch mittlerweile eine Fußwallfahrt Standard geworden, bei der ich meinem Gebet - das mir oft unvollkommen erscheint, was ich als Perfektionistin aber gar nicht haben kann - in ganz anderer Weise Ausdruck verleihe als sonst: Mit den Füßen. Dabei gehe ich auch gern bis an meine Grenzen; das darf auch wehtun. Die Schmerzen in den Füßen und Beinen sind für mich eine Parallele zu dem schmerzlichen Ersehnen des Heiligen Geistes mitsamt Seinen sieben Gaben und neun Früchten. Die Vorbereitung auf Pfingsten nimmt zwar nicht soviel Zeit ein wie die auf Weihnachten oder gar Ostern, aber ich halte sie für nicht weniger wichtig.
Dieses Jahr ging unsere Fußwallfahrt nicht nach Neuzelle, sondern von Havelberg nach Bad Wilsnack. Organisiert wurde sie von Domvikar Patzelt im geistlichen und vom Pilgerverein Hosianna im logistischen Bereich. Freitag schon fuhren wir mit VW-Bussen von Zehlendorf nach Havelberg, wo wir im Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde übernachteten und im Dom abends wie morgens jeweils eine Heilige Messe feierten. Sonnabend nach dem Frühstück begann dann die eigentliche Pilgerei: Wir waren eine etwas größere Gruppe als in den Vorjahren, ca. 20 Personen und ein Hund liefen mit. Wir folgten dem Kreuz. Treu begleitet wurden wir von der Muttergottes. An Elbe und Havel entlang hatten wir einen wunderschönen Weg - sonniger als erwartet. Tiefe Gespräche und manche Gebete sowie Zeiten des Schweigens säumten unseren Weg, der ein Abbild unseres Lebensweges mit Gott darstellte. Am Anfang frohgemut und frisch, war es dann doch manchmal mühsam, aber wir konnten auch immer wieder neue Kraft tanken. Während sich die meisten nach dem Besuch der Kirche in Rühstädt entschieden, den letzten Abschnitt in unseren Kleinbussen zurückzulegen, liefen wir zu fünft dann noch die letzten zehn Kilometer. Das hat sich auch wirklich gelohnt, denn hier hatten wir noch einmal eine ruhige Zeit zum Gebet und eine idyllische Landschaft, die uns dabei unterstützte. Zwar ernteten wir am Wegesrand ob unseres schon etwas merkwürdigen Ganges manchen erstaunten Blick von Zwei- und Vierbeinern, aber was störte uns das schon! Erst als wir in Bad Wilsnack bei der Wunderblutkirche angekommen waren, mochten auch wir letzten Wallläufer keinen Schritt mehr tun, und so ließen wir uns ebenfalls per Bulli zu unserer Unterkunft - einer zum Glück sehr modernen Turnhalle mit sehr guten Duschen - fahren. Nachts gab es dann noch ein paar Stunden Anbetung im Rahmen von Vierzig Tage und am nächsten Morgen eine Heilige Messe in der winzigen katholischen Kapelle von Bad Wilsnack mit der ebenso kleinen dortigen Gemeinde. Danach bekamen wir noch eine Führung durch die Wunderblutkirche und eine letzte gemeinsame Mahlzeit. Dann ging es zurück nach Berlin und von dort nach Haus. Was bleibt, ist die an Erinnerung das gemeinsame Beten um den Heiligen Geist - mit Herzen, Mund und Füßen. Und natürlich Seine Gnade.
um
16:48
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Freitag, 18. April 2008
do Poznania
Und schon wieder muss ich mich von meinen Lesern verabschieden, aber diesmal nur kurz. Übers Wochenende fahren wir Studenten - wie gehabt - ökumenisch und international nach Poznań (Posen). Ich freue mich schon sehr auf diese Fahrt, denn obwohl die Fahrtzeit selbst mit der Bummelbahn nur drei Stunden beträgt, war ich dort seit meinem dreiwöchigen Sprachkursaufenthalt zu Beginn meines Gastschuljahres nicht mehr. Das wiederum ist mittlerweile beinahe acht Jahre her, und so bin ich sehr gespannt auf alte neue Eindrücke aus dieser Stadt. Und natürlich werden wir auch am morgen stattfindenden Taizé-Treffen teilnehmen.
(Bild: Rathaus von Poznań aus der Wikipedia)
um
10:59
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Dienstag, 15. April 2008
Urlaubsfotos
Zwar bin ich schon seit Freitag zurück, aber erst heute gibt es ein paar ausgewählte Urlaubsfotos.
In dem Haus, das zu ihrem Garten gehört, durfte ich zwei Tage und eine Nacht zu Gast sein.
Der Dom zu Osnabrück.
Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald - eine schöne Wanderung, die ich an einem Vormittag machte.
Über 15 km bin ich dabei durch den Wald gelaufen, was sehr toll war, wenn ich auch manchmal über umgestürzte Bäume drübersteigen musste.
Aber dafür gab es auch so manches Kleinod anzusehen. Wirklich beeindruckend.
Naja, und dann war da noch das, was man nicht auf Fotos festhalten kann: Die tiefe Verbundenheit in gemeinsamen Gebetszeiten. Das Glück, wenn man auf wahre Gastfreundschaft trifft. Das Angerührtsein von Berichten über das tägliche Leid der Menschen in fernen Ländern wie Guatemala, Ruanda und den Philippinen. Die Stille, die man in einer Woche wiederfinden kann. Die Zeit, eine wichtige Entscheidung in Ruhe zu treffen. Die Erholung nach einer langen Durststrecke. Das war so wichtig.
Vielen lieben Dank nach Detmold, Münster und Osnabrück und in den Himmel hinauf!
um
14:15
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Freitag, 11. Januar 2008
Es gibt viel zu tun ...
... hau'n wir ab!
Und genau das mach ich dann nachher auch: Wir fahren ökolog..., nein, ökonom..., nein, ökumenisch (jetzt hab ich's!) nach Wrocław, in die Stadt, in der mein Opa geboren wurde und aufgewachsen ist, als sie noch Breslau hieß. Bin hochgespannt und denke, dass wir 18 Deutsche, Polen, Spanier, Portugiesen und Franzosen extrem genial viel Spaß haben werden. Sonntag Abend habt Ihr mich, so Gott will, wieder zurück.
Und dann geht's weiter mit dem, was zu tun ist: Wir machen Staatsexamen, schreiben einen Kommentar, bauen eine Homepage, leben geistlich, haben und pflegen Freunde, bloggen, moderieren ein Internetforum, besuchen Klöster u.ä., ärgern uns mit gestohlenen Portemonnaies herum, schauen den Sonnenaufgang an, übersetzen und dolmetschen, lernen, lernen, lernen ... Der ganz normale irdische Wahnsinn eben.
um
08:07
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