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Samstag, 20. Juni 2009

Das Internet zum Thema Firmung

Firmung hat gerade Hochsaison, das stelle ich auch bei den Statistiken meines Blogs fest. Seit Google meinen vorigen Artikel indiziert hat, sind die Zugriffszahlen enorm in die Höhe geschossen. Gestern hatte ich 121 Zugriffe, und das, obwohl seit einer Woche kein neuer Artikel erschienen ist. (Normalerweise wären es unter dieser Vorbedingung etwa 20 Hits.) Und unter den letzten 500 Zugriffen auf mein Blog zielten 180 direkt auf den Artikel über die Firmglückwünsche.
Es scheint kaum jemand so richtig zu wissen, wie man am besten zur Firmung gratuliert. Und wie ich ja schon feststellte: Selbst das "allwissende" Internet hat irgendwie nicht so viel Originelles dazu parat, außer den Wünschen, die man von der Taufe über die Eheschließung bis zur Beerdigung bei jeder Familienfeier anbringen kann. Es ist aber auch schwierig; schließlich ist die Firmung an sich auch ein schwieriges Fest - auch das zeigen meine Zugriffsstatistiken. Da googeln junge Menschen nach der Frage, warum sie sich firmen lassen sollten oder was es für Konsequenzen hat, wenn sie es sein lassen, ob sie dann noch heiraten oder Pate sein können. (Kurzantwort: Heiraten - auch kirchlich - ja, Pate sein nein. Und übrigens verlangen auch kirchliche Arbeitgeber für die Einstellung kein Firmzeugnis, es sei denn vielleicht, man will Priester oder Ordensleut werden.) Katecheten suchen nach Tipps, wie sie die Jugendlichen bloß vor der Firmung zur Beichte hinbekommen sollen. Und irgendein armer Kerl, der offenbar einen Firmgottesdienst vorzubereiten hat, kommt seit Wochen immer wieder mit der verzweifelten Frage, welcher Psalm denn thematisch wohl gut passen möge ... Die einzige Frage, die ich eigentlich in meinen Statistiken vermisse, ist die Frage: Was ist denn jetzt eigentlich mit dem Heiligen Geist? Aber das ist vielleicht auch völlig nebensächlich, schließlich haben wir ja eine große Party zu organisieren, weil unsere Kiddies erwachsen werden ...

Samstag, 13. Juni 2009

Glückwünsche zur Firmung

Morgen ist also Firmung, und die eine Hälfte des Tages war der Vorbereitung in der Gemeinde gewidmet (Liturgieprobe, Pfarrsaal vorbereiten, mentale Vorbereitung der Firmbewerber), die andere den persönlichen. Geschenke einpacken für meine Gruppe, Karten basteln für meine Gruppe, in diese etwas hineinschreiben.

Da ich eben per Google nach Glückwünschen zur Firmung gesucht habe und dabei kaum was finden konnte, was irgendwie auch nur ein bisschen auf den Heiligen Geist eingeht, habe ich meine eigenen formuliert. Und um Google darum zu bereichern, stelle ich sie jetzt der Welt und Euch zur Verfügung. Vielleicht findet ja irgendwer irgendwann mal hier eine gute Anregung.


Die Liebe Gottes
ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist,
der uns gegeben ist.
(Röm 5,5)


Lieber [Name],
zum Empfang der Firmung wünsche ich Dir Gottes Segen und für Deinen Lebensweg stets den Beistand des Heiligen Geistes. Möge er Dich mit seinen Gaben immer begleiten; möge er Dich mit Freude und Mut erfüllen und Dir stets die Stärke und die Einsicht geben, die Du brauchst, um das zu tun, was richtig ist.
Die Firmbegleitung endet zwar mit dem heutigen Tag, aber mein Gebet für Dich nicht. Du kannst Dich auch weiterhin jederzeit an mich wenden, wenn Du es möchtest.

Deine Firmbegleiterin [Amica]

Mittwoch, 3. Juni 2009

Ein Ende - oder doch ein Anfang?


Heute habe ich einen wunderschönen Blumenstrauß bekommen, ich hab mich so gefreut: Meine Firmgruppe hat ihn mir geschenkt.

Nächste Woche Sonntag ist Firmung; unser Kurs endet jetzt. Jetzt muss ich sie ziehen lassen, meine Jungs. Die letzte Stunde Firmunterricht - ich werd fast sentimental. Inhaltlich haben wir nochmal auf das Gebet geschaut, aber auf sehr anschauliche und humorvolle Weise. Die Frage war: "Was wäre, wenn Gott auf unser Vaterunser akustisch hörbar antwortete?" (vgl. Josef Tasch, Am Vaterunser das Leben lernen, Zum Wesentlichen des Menschseins, 2. Auflage 1986, ISBN 3-77781-0758-5, S. 133-136) Das macht Spaß und bringt dadurch einen sehr guten Lerneffekt hervor.

Dann haben wir noch ein wenig geredet, über unsere Firmprojekte der letzten Wochen, den Firmkurs an sich und die Firmung überhaupt. Und dann war es auch schon vorbei. Das Vaterunser am Ende der Stunde betete sich anders. "Geht mit Gott" - noch ein Händedruck, dann waren sie draußen. Und mir bleiben ein Blumenstrauß und eine Schachtel Merci - und meine Jungs im Herzen.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Endspurt

Der Firmkurs neigt sich seinem Ende zu; nicht mal mehr ein Monat bleibt noch bis zum Firmgottesdienst. Heute ist meine vorletzte Unterrichtsstunde mit meiner Gruppe. Mit dem offiziellen Kursmaterial bin ich durch (meine Jungs sind derart sprechfaul einerseits und bringen andererseits die Dinge so schnell auf den Punkt, dass man sehr vieles in sehr kurzer Zeit fertig bekommt); aber das macht ja nichts. Die Basis an Wissen ist ausgesprochen dünn, was mir jetzt freie Wahl lässt, in welche Bereiche des Glaubens ich sie in den verbliebenen Stunden noch einführen will. Die heutige Einheit könnte man überschreiben mit "Die Heilige Messe - warum und wie?", und auch für das nächste Treffen habe ich mir schon ein Thema ausgesucht: Die Grundgebete der Kirche - einmal anders betrachtet.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich traurig oder glücklich sein soll, dass der Kurs bald vorbei ist. Natürlich hat mich das ganze Zeit gekostet, sogar sehr viel Zeit. Ich habe ja im Unterrichtsbereich weder Ausbildung noch Erfahrung gehabt, dafür aber durchaus hohe Ansprüche an mich selbst. Also habe ich sehr viel Energie in die Vorbereitung gesteckt. Wenn ich das jetzt bald nicht mehr muss, kann ich viel intensiver für mein Examen im Oktober lernen. Das wird gewiss nicht schaden, im Gegenteil, jeder Tag, jede Stunde der Vorbereitung kann das entscheidende Bröckchen Wissen oder Können vermitteln. Man weiß ja nicht so genau, was nachher drankommt. Auf der anderen Seite sind mir diese Jungs einfach dermaßen ans Herz gewachsen in den nur zehn Monaten ... Mit ihrer Fröhlichkeit, ihren Fragen, ihrem sichtbaren Erwachsenwerden haben sie auch mir sehr viel gegeben. Sie werden mir fehlen, besonders diejenigen, die ich sonntags nicht in der Kirche wiedertreffen werde. Ich würde ihnen noch gern etwas mitgeben, egal ob jetzt mehr Wissen oder mehr für ihre Persönlichkeit, ich würde gern etwas mehr noch geben ... Aber vielleicht ist es mir gelungen in den letzten zehn Monaten, in dem einen oder anderen von ihnen ein zartes Pflänzchen zu setzen, mit Gottes Hilfe. Vielleicht wird es wachsen und gedeihen; ich werde es vermutlich nie erfahren. Ernten wird einst ein anderer ...

Sonntag, 17. Mai 2009

Firmung in Fürstenwalde, Radtour

Heute war ein sehr gefüllter Tag. Morgens bin ich in Fürstenwalde gewesen; dort war Firmung mit unserem neuen Weihbischof. Er hat eine sehr gute Figur gemacht, und wenn er in vier Wochen bei uns auch so eine schöne Predigt über die Bedeutung des Sakraments der Firmung hält, bin ich extrem zufrieden.

Nachmittags hab ich dann mal wieder eine schöne Radtour gemacht.


Ich bin nahezu bis zum Helenesee gekommen, nur nicht ganz - wollte keinen Eintritt zahlen. Beim nächsten Mal fahr ich vielleicht einmal rum. Diesmal bin ich aber zurückgefahren über Lossow, wo ich zum einen die Kirchenruine angesehen habe und zum anderen noch einen Abstecher zum Bodendenkmal Burgwall gemacht habe. Ziemlich interessant. Der stammt noch aus der Bronzezeit (12.-9. Jh. vor Christus!).



(Auf die Bilder klicken ...)



(... um sie zu vergrößern. Wie immer.)



Dort bin ich irgendwo leider einmal schief aufgetreten und hab mir wahrscheinlich einen Muskel gezerrt. Mein Fuß wird gerade ein bisschen dick. Aber wie sagt man so schön: Ein Indianer kennt keinen Schmerz! Insgesamt habe ich heute gute 24 Kilometer geschafft.

Mittwoch, 22. April 2009

Männer!

Gerade habe ich meine heutige Firmunterrichtseinheit vorbereitet. Heute geht es um Männer und Frauen - was ist typisch Mann, typisch Frau, und welche Klischees gibt es? Stimmen die? Und vor allem: Möchte ich "typisch Mann" (ich hab ja nur Jungs in der Gruppe) sein? Wie möchte ich wirklich sein?

Als Einstieg dazu schauen wir mal wieder auf ein Lied von Herbert Grönemeyer: Männer.
Und diesmal schauen wir wirklich, ich hab da nämlich ein tolles Video gefunden:


Bin mal gespannt, wie die Gruppe dabei abgeht ...

Montag, 23. März 2009

Nachholen

Von Freitag bis Sonntag war ich ja auf Firmwochenende. Man sollte eigentlich meinen, dass Firmbewerber insgesamt schon etwas weniger anstrengend sind als Kinder zwischen 7 und 13, die in so ein Sommerzeltlager mitkommen, aber weit gefehlt. Am deutlichsten wurde das nach dem Essen, wenn man die vollgesauten Tische betrachtete und dachte, es hätten Dreijährige gespeist und nicht Jugendliche, die bald eine eigene, verantwortliche Entscheidung treffen wollen. Und am Lagerfeuer musste man tatsächlich manchmal Angst haben, dass sie sich gegenseitig in die Flammen stoßen. Kaum mal eine ruhige Minute gab es auch sonst - bis mitten in der Nacht, als wir Begleiter dann auch endlich ins Bett konnten. An den Heimgang unseres heiligen Vaters Benedikt, den die Benediktiner am Samstag gefeiert haben, war daher nicht zu denken. Und weil ich noch so uppe bin, hole ich als benediktinisch Angehauchte heute einfach mein Hochfest nach und mache einen auf "Sonntagsordnung" - bis auf die Messe, denn heute gibt es in dieser Stadt keine. Aber ich bete, ruhe aus, genieße den Tag. Und morgen geht der Arbeitsalltag wieder los.

Freitag, 23. Januar 2009

Die Firmbewerber und die liebe Beichte

Ich hab mal eine Frage an meine Leser zum Thema Firmbewerber und Beichte:

Wie würdet Ihr heute anraten, vor der Firmung mit dem Thema der Beichte umzugehen?

Einerseits ist es klar: Eigentlich sollen die Firmbewerber vor der Firmung beichten. Das ist der ausdrückliche Wunsch der Kirche, und zwar nicht ohne Grund. Die Wirkung des Sakraments kann sich nur dann richtig entfalten, wenn der Empfänger zum Zeitpunkt des Empfangs im Stand der Gnade ist. Soweit klar.

Auf der anderen Seite steht aber unsere pastorale Realität. Die meisten Firmbewerber waren heutzutage seit ihrer Erstkommunion nicht mehr in der Kirche. Wenige schaffen es mal während der Zeit des Firmkurses, sich eigenständig in die Sonntagsmesse zu bewegen. An die Beichte vor der Erstkommunion haben die allermeisten schlechte Erinnerungen, außerdem ist die schon ewig lange her. Wenn man Glück und eine gute Firmvorbereitung hat, ist ein Teil von ihnen zum Firmtermin dann soweit, sich irgendwie für diesen "Gott" da draußen ein bisschen zu interessieren, aber zumeist ist das ein junges Pflänzchen, das man hegen und pflegen muss, um es nicht sofort wieder zu zerstören. Wenn man Jugendliche, die sich ja dazu noch in einer schwierigen Phase ihres Lebens befinden, denn das Erwachsenwerden ist nunmal eine Herausforderung, wie sie noch keine zu meistern hatten, nun gegen ihren Willen zur Beichte zwingt, gehen sie garantiert so schnell nicht wieder. Und es ist wahrscheinlich, dass man auch das zarte Pflänzchen Glauben dadurch gleich wieder zertrampelt.

Was folgern wir nun daraus? Wir bringen unsere Jugendlichen vorsichtig mit dem Thema "Schuld, Versagen, Gewissen" in Berührung. Dann bieten wir ihnen die Beichte an, als Möglichkeit. Die meisten nehmen diese Möglichkeit nicht an. Irgendwie sagt mir dieser Umgang damit nicht zu, denn wie gesagt: Die Kirche wünscht, dass die Firmbewerber vor dem Empfang des Firmsakraments beichten, um in den Stand der Gnade zu gelangen und dem Sakrament die Möglichkeit der vollen Entfaltung zu geben. Ich bin nicht glücklich mit unserer Lösung. Aber wer kennt eine bessere?

Freitag, 7. November 2008

Firmwochenende

Heute nachmittag beginnt unser erstes Firmwochenende. Firmbewerber und Katecheten aus drei Gemeinden unseres Dekanates fahren in das Jugendhaus unseres Bistums und verbringen dort ein Wochenende, bei dem wir gemeinsam gucken wollen, wer dieser "Gott" eigentlich ist.
Bitte betet für uns.

Dienstag, 23. September 2008

"Soll ich mich firmen lassen, wenn ich nicht glaube?"

In einem Internetforum (keinem religiösen) stellte im Community-Bereich eine 14-jährige die Frage, ob sie sich firmen lassen soll, wenn sie sich mit der katholischen Religion nicht identifizieren kann. Sie besucht den Firmunterricht, und eigentlich hat er ihr auch immer Spaß gemacht, aber er überzeugt sie nicht richtig. Sie könnte - wie jede 14-jährige - Geld und Geschenke gut gebrauchen, und ihre (praktizierende) Oma und die (nicht praktizierende) Mutter wären wohl enttäuscht oder entsetzt, wenn sie sich nicht firmen ließe. Und eine Freundin hat sich firmen lassen, damit sie später einmal Patentante werden kann. Klar, auch das spielt in die Entscheidung mit hinein.

Hier meine Antwort:
Ich habe selbst gerade angefangen, Firmunterricht zu geben. Wir legen bei uns sehr viel Wert drauf, dass gegen Ende des Firmkurses (also ca. 2 Monate vor der Firmung, in unserem Fall zu Ostern) jeder Firmkandidat seine eigentliche Entscheidung fällt. Wir haben aber schon jetzt angeboten, dass die Priester oder die Gemeindereferentin auch ein Gespräch mit der Familie führen würden, wenn diese eine negative Entscheidung nicht akzeptiert. Vor der eigentlichen Firmung muss der Firmkandidat ja seinen Glauben bekennen. Auch wir Firmbegleiter und die Kirche als Ganze hat ein Interesse daran, dass keiner dabei aus einer Zwangslage heraus lügt. Dann ist die Spendung des Sakramentes auch gar nicht gültig.

Wenn es zurzeit für Dich nicht richtig ist, dann lass es ruhig! Natürlich fehlt Dir dann das Geld und die Geschenke, die man im Alter von 14 sicher auch gut gebrauchen kann - aber ganz ehrlich: Dafür hast Du dann eine erwachsene Entscheidung gefällt, hast niemandem etwas vorgegaukelt, was nicht ist, und bist mit Dir selbst im Reinen. Wenn Du später einmal den Wunsch haben solltest, die Firmung nachzuholen, dann wird auch das unproblematisch möglich sein.

Was das Patenamt angeht: Es stimmt, dass Du ohne Firmung nicht als Taufpatin (und entsprechend auch nicht als Firmpatin) zugelassen werden kannst. Das steht hier im Codex des kanonischen Rechts, dem obersten "Gesetzbuch" der Kirche. Der Hintergrund ist derjenige, dass der Pate die Aufgabe hat, den Täufling auf seinem Weg im Glauben zu begleiten - und wie kann er das tun, wenn er selbst nicht vollständig im Glauben steht? Außerdem ist die Aufgabe des Paten gegenüber der Kirche die eines Bürgen: Er bürgt für den Täufling (ist vor allem für Erwachsene Täuflinge interessant), dass er würdig ist und so sehr im Glauben steht, dass er die Sakramente empfangen kann. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist es verständlich, dass nicht Gefirmte dafür nicht zugelassen werden.

Was man aber natürlich machen kann, ist einem Kind einen Verwandten ganz besonders zur Seite zu stellen, auch wenn er bei der Taufe nicht das Patenamt übernommen hat. Das wäre dann eine einfache Absprache zwischen den Eltern und Dir. Du kannst auch neben einem formellrechtlichen Paten als Taufzeugin mit aufgeführt werden, wenn Du nicht gefirmt bist.

Das alles soll Dir zeigen: Deine Entscheidung ist wichtig und sie hat Konsequenzen. Aber es gibt sehr gute Argumente dafür, dass Du Dich nicht gegen Deine Überzeugung firmen lässt.

Montag, 8. September 2008

Mein erstes Mal

Ich bin ja schon ganz schön engagiert in der Kirche. Studentengemeinde, PGR, Ministrantin, Pfarrbüro, Lektorin, Handreichungen wo sie nötig sind. Ehrenamtlich gut aktiv. Und doch: Irgendwie fehlte ein bisschen was. Ich hab bisher immer Sachen gemacht, bei denen ich wusste: Ich kann sie. Schon als ich Ministrantin wurde, beherrschte ich den Ablauf der Hl. Messe aus dem FF. Lektorin - kein Thema, (vor-)lesen kann ich gut. Ich war immer ganz sicher. Und diesmal ist es anders.

Zum ersten Mal lasse ich mich richtig herausfordern. Mache etwas, was auch in die Hose gehen kann. Riskiere, dass ich mit etwas nicht zurechtkomme. Übernehme dabei ganz gewaltig Verantwortung: Für sechs Jugendliche. Meine Aufgabe ist es, sie in einer wichtigen Phase des Erwachsenwerdens zu begleiten. Nicht nur des Erwachsenwerdens in der Welt, sondern, was im Vordergrund steht, des Erwachsenwerdens in der Kirche. Ich gebe Firmunterricht. Ich weiß, dass ich von Gestalt, Stimme und Auftreten nicht besonders respekteinflößend bin. Ich weiß, dass mich sechs Jungs, wenn sie wollen, ganz schön niedermachen können. Ich weiß, dass ich eigentlich nicht gerade so ein hipper Mensch bin, dem Jugendliche an den Lippen hängen. Ich weiß, dass ich über den Glauben eigentlich auch eine ganze Menge nicht weiß. Und dennoch hab ich mich breitschlagen lassen.

Mit Freude breitschlagen lassen, denn eigentlich wollte ich das schon sehr gern machen. Ich freu mich sehr auf die Arbeit mit den Jugendlichen, weil ich noch nah genug dran bin, um zu wissen, wie wichtig diese Zeit ist - und ich darf in dieser Zeit bei ihnen, mit ihnen unterwegs sein und ihnen helfen, sich selbst als Menschen und Gott als Begleiter zu entdecken. Neu zu entdecken, denn jetzt verändern sie sich. Das wird eine spannende und schöne Zeit, die bestimmt auch mich weiterbringt. Und ich lasse mich gern darauf ein.

Bitte betet für meine sechs Jungs und mich um eine Geist-bewegte Zusammenarbeit.