Wenn man rausschaut, sieht man nur Regen, Wind, Herbstwetter. Bin froh, wenn ich heute abend meine Reisetasche zum Bahnhof bekomme, ohne dass sie völlig durchweicht. Und so ist es wohl - der Sommer hat sich dieses Jahr an uns vorbeigeschlichen; wir haben ihn kaum bemerkt. Was man aber auch ohne tolles Wetter machen kann: Postkarten verschicken. Und das haben dieses Jahr ganz viele liebe Leute auch getan. Meine Sammlung ist über den Sommer erheblich bereichert worden. (Dass viele christlich-kirchliche Kartenmotive dabei waren - wen wundert's?)
Vielen Dank allen fleißigen Schreibern!
Samstag, 29. September 2007
Der Sommer ist vorbei.
um
11:21
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mein Leben und ich
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Freitag, 28. September 2007
Die schönste Pause ist ...
... nein, nicht lila. Die schönste Pause ist, was Blogs angeht, immer die, bei der ich weiß, dass der Autor im Urlaub ist - um neue Kraft zu sammeln, um Ideen zu haben, um hinterher berichten zu können. So hoffe ich, dass Ihr mir eine vierzehntägige Pause gönnt (nachdem ja auch schon der September verhältnismäßig still war), wenn ich morgen abend mal wieder weg fahre.
um
18:56
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Dienstag, 25. September 2007
Phönizierin
Hm. Irgendwie scheine ich ziemlich ungewöhnlich zu sein. Dabei hab ich ausnahmsweise mal einen Test vollkommen ehrlich gemacht. Naja, sei es wie es sei, das Ergebnis gefällt. Aber seht selbst:
Welche Sprache des Altertums bist Du?
Your Score: Phoenician
You scored
You are the Phoenician Alphabet! Teacher of the Greeks and Etruscans, you are the one all languages bow down to. That is, until the Romans decide to wipe out your civilization. That's the way the cookie crumbles.
My test tracked 4 variables How you compared to other people your age and gender:
You scored higher than 99% on Ideogramatic
You scored higher than 99% on Syllablic
You scored higher than 99% on Logogramic
You scored higher than 99% on Alphabetic
| Link: The Which Ancient Language Are You Test written by imipak on OkCupid Free Online Dating, home of the The Dating Persona Test |
[Sicher bin ich auch über jemanden zu dem Test gekommen, aber er und ich haben ausgemacht, uns gegenseitig in solchen Situationen nicht zu verlinken.]
um
12:12
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Tests und Fragebögen
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Sonntag, 23. September 2007
leere Hände
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr,
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
(Huub Oosterhuis, Übertragung: Lothar Zenetti)
Sr. Susanne hat mir schon vor einer ganzen Zeit gesagt, wenn Gott einem etwas ganz Schönes wegnimmt, was man sehr lieb gewonnen hat, dann ist das nur, damit man die Hände frei hat für etwas noch viel schöneres. Mir hat Er mein tolles "Kartenhaus" kaputtgemacht, das fand ich wirklich befremdlich und doof. Und? Ist da jetzt ein neues Kartenhaus, ein schöneres? Vielleicht bin ich dabei, daran zu bauen. Aber diesmal muss ich die unterste Reihe, das Fundament, stabiler hinbekommen. Damit ich darauf bauen kann, und damit es nicht wieder plötzlich wegbricht. Und ab und zu pustet Gott noch einmal ein bisschen, um mir zu zeigen: Das war noch nix, das wackelt. Er will also vielleicht nur erreichen, dass ich lerne. Aber ich hoffe mal, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin. Nachdem ich gestern lange darüber diskutiert und nachgedacht habe, wie so ein Fundament auszusehen hat. Jedenfalls geb ich nicht so leicht auf. So bin ich nicht gemacht, das ist nicht meine Art. Ich streng mich an und ich kämpfe, und wenn es bis zum Letzten sein soll, dann soll es wohl so sein.
um
09:31
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Glaube - Hoffnung - Liebe
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Donnerstag, 13. September 2007
Warum ich gegen das Rauchen bin.
Meine Oma mütterlicherseits und mein Opa väterlicherseits sind beide sehr qualvoll und unschön an den Folgen des Rauchens gestorben. Ich hatte beide sehr, sehr lieb und sie sind viel zu früh von uns gegangen. Meine Oma ist an Lungenentzündung gestorben. In den letzten Wochen ihres Lebens hat sie oft Blut gespuckt/gehustet. Sie hat sich dennoch liebevoll um alle gekümmert. Mein Opa hat sich die Lunge weggeschossen durchs Rauchen. Er musste bereits zehn Jahre vor seinem Tod das Rauchen aufgeben, da nur noch ein halber Lungenflügel funktionsfähig war. Wir haben ihn zwei Wochen vor seinem Tod das letzte Mal besucht. Er war sehr grün im Gesicht, wirklich, und konnte mit Mühe und nur durch Stützen auf Papa und Oma zusammen den Weg ins Wohnzimmer zurücklegen von seinem Bett aus. Das waren vielleicht zehn Meter. Er war dann völlig erschöpft und musste bald zurück ins Schlafzimmer. Ich möchte nie wieder jemanden langsam ersticken sehen, wie das bei meinem Opa war. Als Oma gestorben ist, war ich elf. Als Opa starb, war ich vierzehn. Von beiden hätte ich gern noch lange etwas gehabt, denn sie waren überaus liebenswerte Menschen, und sie haben wunderbar erzählen können.
Der HERR schenke ihnen die ewige Ruhe.
um
20:56
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Sonntag, 9. September 2007
Reisebericht III
Was die letzte Woche hindurch so geschah. Teil 3.
Im Heiligen Cölln.
Was bisher geschah: Reisebericht, Reisebericht II
Sonntag, 2. September 2007
Auch am Sonntag stehen Biggi und ich mehr oder weniger zeitig auf, aber dank des Schlafengehens schon gegen Mitternacht bereitet dies nur wenige Probleme. Zu zweit geht es im Bad auch schneller als zu viert (Überraschung!), und bald ist alles eingepackt und wir frühstücken noch mal gemütlich. Aber da mein Zug schon um 9:40 fahren soll, ist der Aufbruch auch nicht fern. So endet das - wie ich mir sagen ließ - bisher größte katholon-Treffen. Vielen lieben Dank an alle, die meinen Ausflug in das ferne Land zwischen Rhein und Ruhr durch ihre Anwesenheit noch schöner gemacht haben!
Der Abschied fällt aber gar nicht soooo schwer, denn mich erwartet ja an diesem Tag noch etwas sehr schönes: Ein Wiedersehen mit unserem Ex-Kaplan J. J ist seit sieben Wochen aus Frankfurt (Ost) weg, aber es kommt mir wesentlich länger vor. Sein Nachfolger ist zwar auch nicht übel, aber wenn man sich an einen Seelsorger gerade "gewöhnt" hat, ist es schwer, ihn ziehen zu lassen. Außerdem vermisse ich Js Predigten. Im Zug nach Köln unterhalte ich mich mit einer jungen Frau, die sehr erstaunt ist zu hören, dass ich mit meiner riesigen Reisetasche unterwegs bin, um "einen Bekannten" zu besuchen, der ins Dominikaner-Kloster eingetreten ist. Interessiert fragt sie nach, ob das denn nicht schwer sei, und dass es "sowas" heute überhaupt noch gibt, findet sie "erstaunlich". Innerlich muss ich schmunzeln, denn in Frankfurt (Ost) kenne ich solche Reaktionen ja, aber zwischen Düsseldorf und Köln diese Haltung anzutreffen - es ist eben nicht immer alles Gold, was aus der Ferne zu glänzen scheint. Als wir angekommen sind, wünscht sie mir noch sehr überschwenglich alles Gute, und ich erwidere diesen Gruß.
Mit meinem wieder herausgekramten WJT-Stadtplan mache ich mich auf den Weg durch die große Stadt. Ich laufe am St.-Andreas-Kloster vorbei (Wie viel einfacher wäre es doch, wenn J hier wäre - aber natürlich muss er im vom Bahnhof entfernteren kölschen Dominikanerkloster sein. Wär ja sonst zu einfach.), an St. Aposteln und durch das Hahnentor, und erstaunlich unproblematisch finde ich die Lindenstraße. Ich musste nicht einmal den Stadtplan drehen. Von wegen, Frauen können das nicht.
Die Messe in der Klosterkirche Heilig Kreuz wird von "Chorioso" mitgestaltet, einem sehr jungen Chor, der mit großer Begeisterung dabei ist. Drei Priester am Altar und einige Brüder noch dazu. Sehr schönes Bild, muss ich sagen. In der Messe irritiert mich manches, aber es bleibt im Rahmen, und manches ist, wie ich hinterher erfahre, wohl einfach Eigenart der Dominikaner.
Nach der Messe begrüßt mich nämlich J und führt mich ein wenig durch Kirche und - soweit es die für mich natürlich verschlossenen Klausurtüren zulassen - Kloster. Wir gehen dann auch gemeinsam essen und laufen danach den Weg zurück, fast wie ich ihn gekommen bin. Dabei machen wir aber in manchen Kirchen Halt, und J erklärt mir die wesentlichen Besonderheiten von St. Aposteln, von St. Ursula, von St. Andreas und am Ende auch nochmal vom Dom (den ich zwar schon kenne, wo ich mich aber nochmal über das neue Fenster aufregen kann und auch manches endlich mal verständlich erklärt bekomme). Der Tag vergeht zwischen vielerlei Gesprächen über die alten Zeiten, die Gegenwart und die Zukunft eigentlich ein gutes Stück zu schnell. Noch ein Eis, mal kurz am Rhein lang, und dann ist auch schon Zeit, wieder zum Bahnhof zu gehen. Eben nochmal Futter nachgerüstet, denn schließlich werde ich während der gesamten Abendbrotzeit im ICE sitzen, im Zeitschriftenladen die Verkäuferinnen nach dem "Vatican"-Magazin suchen lassen ("Ist das nicht eher so eine Wochenzeitung?"), dann die Tasche aus der magisch anmutenden Gepäckaufbewahrung zurückgeholt, kurzer, herzlicher Abschied von J und ab in den Zug.
Im ICE sitzt mir eine etwas merkwürdige Gestalt gegenüber, wirkt ein wenig wie ein Computerfreak (seine Lektüre ist entsprechend: ein englischsprachiger Fantasy-Roman), legt interessante, aber leider zum Teil wenig sozialadäquate Verhaltensweisen an den Tag. Beschwert sich lauthals über ältere Leute, die ihren Platz nicht sofort finden, weckt, als er mal raus möchte, seinen Sitznachbarn mit einem breiten Grinsen und den Worten "Ich hoffe, es war kein schöner Traum, aus dem ich Sie gerissen habe", lacht schrill über die Ansagestimme des Zugbegleiters, drängt Gespräche auf. Naja, er steigt in Hannover um, und ab da kann ich endlich ein wenig schlafen. Der Tag war nämlich so reich, dass ich einfach völlig erschöpft bin. Nicht mal meine Zeitschrift kann ich mehr lesen, ich starre auf die Buchstaben, ohne sie zu verstehen. In Berlin schaffe ich den Umstieg problemlos und döse dann wieder im fast leeren Zug vor mich hin. In Frankfurt gönne ich mir kurz nach Mitternacht dann mal ein Taxi, wobei ich dem Taxifahrer gegenüber irgendwie das falsche Gesprächsthema angeschnitten haben muss, denn er schimpft nur so vor sich hin. Ist aber auch egal, zu mir ist es ja nicht so weit. Im Briefkasten warten nur zwei fromme Zeitschriften auf mich, ansonsten war die Woche postlos. Schnell noch duschen, ab ins Bett, sofortiger Schlaf - wieder daheim. Schöne Woche gewesen, aber andererseits gut, dass sie vorbei ist.
um
17:00
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