Mittwoch, 16. Mai 2007

Schönes Wochenende

Wie sich Zeiten ändern können ...
War ich die letzten Wochen immer irritiert, wenn mir jemand am Freitag Mittag ein schönes Wochenende wünschte (schließlich fing bei mir Wochenende während der Hausarbeit frühestens am Sonnabend gegen 16 Uhr an, also eigentlich schon am Sonntag), so irritierte ich gerade eben jemand anderen (der in seiner Examenshausarbeit noch mittendrin steckt), indem ich ein schönes Wochenende wünschte. Aber so faul ist bei mir auch nur diese eine Woche, und es kommt ja auch einiges zusammen. Montag früh gab ich die Arbeit ab, und den Rest des Tages haben meine Mitstreiterinnen und ich nur gefeiert. Gestern und heute war Vorlesungsbetrieb, aber mehr als das nötigste habe ich diesmal zur Vorbereitung nicht getan. Heute abend feiert mein Kollege Geburtstag, morgen ist Himmelfahrt mit abendlichem gemeinschaftlichem studentischem Grillen, Freitag und Sonnabend ist Wallfahrt. In der Pfingstnovene geht es nämlich (beinahe schon traditionell) zu Fuß von Frankfurt (Oder) nach Neuzelle, das sind um die 40 Kilometer. Letztes Jahr haben wir das an einem Tag gemacht, aber es war wohl doch recht abschreckend, und dementsprechend waren wir da auch nur zu viert. Dieses Jahr wird wieder auf zwei Tage aufgeteilt, mit Übernachtung in Eisenhüttenstadt. Ich bin sehr gespannt, ob ich am Sonnabend dann noch weiterlaufen mag, oder ob mir der Muskelkater vom Freitag schon reicht. Aber es gibt kaum etwas schöneres, als dann tatsächlich in Neuzelle anzukommen und dort in der wundervollen Kirche das Wallfahrtslied "Maria, Mutter, Friedenshort" zu singen. Und am Sonntag ist dann ja eben auch Sonntag und Zeit genug, sich von den Strapazen des schönen langen Wochenendes zu erholen. Ich freu mich auf diese wunderbare Zeit.

Sonntag, 13. Mai 2007

Zum heutigen Tage

Zum heutigen Tage gibt es drei Dinge zu sagen:
1. Eine Freude
2. Hausarbeit
3. Muttertag

ad 1.
Eine große Freude war es heute morgen für mich, nach der Messe spontan und einfach so zum Frühstück eingeladen zu werden. Mit keinem weiteren Hintergrund als dass ich sonst zu Hause alleine hätte frühstücken müssen. Ich freue mich sehr darüber und es bedeutet mir unheimlich viel, wenn ich merke, dass ich in meiner Kirchengemeinde tatsächlich eine Art Familie gefunden habe, die für mich sorgt. Ob ich nun von einer älteren Damen nach der Werktagsmesse Schokolade zugesteckt bekomme (jaja, Ihr Leute von katholon: Lacht Ihr nur!) oder man sich nach meinem Studium/meinen Eltern/meinem Urlaub erkundigt oder mich eben mal einlädt - es gibt mir Geborgenheit und ein Gefühl von Heimat. Ich hoffe, dass es mir gelingt, auf meine Weise und mit meinen Möglichkeiten auch den anderen etwas zu geben, so dass ich zum Familienleben ebenfalls beitrage. Liebt einander!

ad 2.
Meine Hausarbeit ist fertig - soweit eine Hausarbeit jemals fertig werden kann. 39 Seiten und zum Schluss 154 Fußnoten; sechs Wochen intensiver Arbeit mit Höhen und Tiefen, ja, tiefen Tiefen. Morgen wird sie noch mit einer ekelhaften Spiralbindung versehen (ich mag die nicht, die stauben immer so, aber die Profs fliegen drauf - weil man die ganz aufklappen kann) und dann abgegeben. Danach werden vier junge Damen erst einmal eine Cocktailbar aufsuchen und danach Pizza bestellen. Ich danke all denen, die mein Gejammer und meine oftmals richtig miese Laune geduldig ertragen haben, die mir immer wieder neue Motivation geschenkt haben, die mir andere Arbeit abgenommen oder erlassen haben, die Verständnis hatten, die für mich gebetet haben und - last but not least - den dreien, die Korrektur gelesen haben (meiner Mama, meinem Patenkind und dem großen bösen :verneig:). Und ich danke Gott. Wirklich, ich sollte langsam anfangen, IHM ein wenig mehr zu vertrauen, denn so oft schon hat ER mir geholfen, Unmögliches zu schaffen.

ad 3.
Muttertag. Eigentlich nicht erwähnenswert für mich, denn ich habe keine Kinder, und meine eigene Mutter hat mit meinem Übertreten in die weiterführende Schule (ich bin das jüngste ihrer Kinder) den Muttertag in unserer Familie ein für allemal abgeschafft. Lieber das Jahr über mal hier oder dort freiwillig mit anpacken, mal einfach so lieb sein, mal was schönes unternehmen, anstatt an einem Tag das ganze auf Krampf zu vereinen. Dennoch gedenken meine Mutter und ich in diesem Jahr am Muttertag einer ganz besonderen Frau: Der Mutter meiner Mutter, die vor 11 Jahren, am 15. Mai 1996, im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Es war der Tag vor Christi Himmelfahrt, eine Symbolik, die mich schon damals tief berührt hat. Oma, ich denke oft an Dich. Du hast mir so viel gegeben, obwohl ich Dich nur 11 Jahre meines Lebens erleben durfte. Noch oft denke ich an Dich und das viele, was Du in mir geprägt hast. Und oft erkenne ich erst jetzt, wo ich langsam erwachsen werde, wie Recht Du mit vielem hattest. Noch heute kann ich, wenn ich an Dich denke, gleichzeitig lachen und weinen. Ich denke daran, wie ich bei Dir auf dem Sofa saß und im Team mit meiner Puppe Ninchen gegen Dich Scrabble gespielt habe. Wie Du von früher erzähltest, als Du so alt warst wie ich (und wohl auch genauso wild). Höre Deine Stimme: "Ja, Cornelia, so war das damals" - Ich hätte so gern noch mehr von damals gehört. Dein Tod war langsam und qualvoll, ich erinnere mich sehr gut daran, wie ich mir damals geschworen habe, dass ich niemals rauchen werde. Naja, zwei Züge habe ich mal genommen von einer Zigarette, aber mehr war es wirklich nicht. Weil ich immer an Dich denken muss und dass Du nicht mehr hier bei uns bist ... Oma, ich weiß, dass Du woanders auf mich wartest, und noch immer kann ich manchmal nicht ertragen, wenn ich den Himmel nicht sehen kann, der mich dessen versichert. Heute bin ich 22. Die erste Hälfte meines bisherigen Lebens durfte ich mit Dir verbringen, aber selbst, wenn es irgendwann nur noch ein Viertel sein sollte oder ein Achtel - ich vergesse Dich nicht, und ich höre nicht auf, für Dich zu beten.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Exkursion zu Freunden

Gestern abend war mal wieder ein ganz besonderer Studentenabend: Wir hatten eine Exkursion organisiert zu der russisch-orthodoxen Kapelle in Finkenheerd. Mit dem Bus fuhren wir dorthin. Von außen sah die Kapelle noch recht "normal" aus, was eigentlich kein Wunder ist, denn bis vor wenigen Jahren gehörte sie noch zur katholischen Gemeinde (also zu unserer), konnte dann aber als Gottesdienststandort nicht mehr gehalten werden und wird also nun von der russisch-orthodoxen Gemeinde genutzt. Beim Betreten der Kapelle zeigte sich das auch gleich sehr deutlich. Wir wurden empfangen von einem sehr intensiven Weihrauchduft, wie man ihn in katholischen Kirchen an einem ganz normalen Wochentag nur selten verspürt, und von einem reich mit Ikonen geschmückten Kirchenraum. Vieles war für uns ungewöhnlich; dass nur an den Seiten Bänke standen und in der Mitte gestanden wurde, die Trennung des Altarraumes von der Gemeinde (die, wie uns später gesagt wurde, die Trennung des Himmels von der Erde symbolisiert).
Der Abend begann mit einem Dankgebet für all das Gute, das Gott uns getan hat. Zunächst wurden wieder die ganze Kapelle, die Heilige Schrift und auch wir intensiv mit Weihrauch inzensiert. Das war nicht nur ein Erlebnis für die Nase, sondern auch für die Ohren, denn am Weihrauchfass sind viele kleine Schellen angebracht. Der russisch-orthodoxe Priester betete auf Deutsch, so dass wir alles verstehen konnten, und der kleine Gottesdienst war von einer angenehmen Mischung aus Vertrautheit und Andersartigkeit durchsetzt. Der viele Gesang und die sich immer wiederholenden Bitten um das Erbarmen des HERRN wiesen mir den Weg in eine besonders tiefe Form des Gebets; es war einfach faszinierend und ehrfurchterweckend zu gleich. Eines ist klar: Die russisch-orthodoxe Kirche weiß mit Symbolik umzugehen, ich konnte Gott gleichsam atmen, fühlen, schmecken und hören.
Nach dem Gebet fanden wir uns noch zum Abendessen und einem Gespräch auf der Empore zusammen. Wir erfuhren noch viel interessantes über die orthodoxe Kirche und ihren Glauben. Viel zu bald mussten wir wieder aufbrechen. Vieles werden wir von diesem Abend an Eindrücken im Herzen behalten. Zum Abschied bekamen wir eine Einladung bald wiederzukommen und außerdem noch Ikonen als Geschenk. Die anderen bekamen Engel, aber ich bekam die Auferstehung. Sie hat ihren Platz in meiner Gebetsecke bereits gefunden.

Montag, 7. Mai 2007

Ich bin katholisch.

Nachdem ich nun weiß, dass ich Johannes XXIII., Mahatma Gandhi und .html bin, habe ich nun nach einem Test gesucht, der eine weitere überraschende Erkenntnis bringen kann. Und ich wurde fündig. Völlig unerwartet das Ergebnis: Ich bin katholisch.

What type of Christian are you?



Catholic
You are a true Roman Catholic. You love your religion. You go by the Catechism, verbatum. You pray to God and the Saints. You believe in prayer for the dead and you believe Jesus is always present to you in the Holy Eucharist. You follow your beloved Pope and you try to do the best you can on your pilgrimage on this earth!
Take The Quiz Now!Quizzes by myYearbook.com


Ach ja: Wer das gleiche Ergebnis haben möchte, aber nicht genug Englisch kann - immer einfach die erste Antwort anklicken. ;)

Wissen, das der Mensch nicht braucht

Jetzt ist es offiziell: Wenn ich eine Datei wäre, dann wäre ich anzeigbar im Browser Deines Vertrauens.

You are .html You are versatile and improving, but you do have your limits. When you work with amateurs it can get quite ugly.
Which File Extension are You?


Einziges Problem: Was mache ich jetzt mit diesem Wissen?

Mittwoch, 2. Mai 2007

Ich hab's!

Nach diesem Post von Thomas konnte ich nicht mehr anders, ich musste es einfach haben. Allerdings in der femininen Form, selbstverfreilich. Und heute kam es an mit der Post. Wow!

(Und ja, ich weiß, dass das nicht aussieht wie ein Pinguinkörper. Ist aber trotzdem einer. Pinguin ist nämlich eine Einstellung.)

Dienstag, 1. Mai 2007

Solidarität mit Thomas

Heute ist Dienstag, also Studentenabend in unserer Gemeinde. Wir haben zwei Kurzfilme gesehen über das Volto Santo in Manoppello, insbesondere ging es auch viel um die Ähnlichkeiten zum bzw. Übereinstimmungen mit dem Turiner Grabtuch. Hinterher haben wir noch ziemlich viel und lange diskutiert. Ich weiß, ich muss nicht daran glauben, um katholisch zu sein. Und doch tut es mir weh, dass ich es nicht kann. Denn das Gesicht des HERRN zu kennen, das wäre für mich einfach etwas ganz großartiges. Aber ich kann heute wie noch nie den Hl. Thomas verstehen, der erst fühlen wollte, um glauben zu können. Und ich bin so froh, dass Christus uns an Thomas' Beispiel gezeigt hat, dass Er unsere Zweifel nicht verurteilt. Und dennoch würde ich viel lieber einfach glauben können.